Ebi Tempura Sushi {Uramaki / Inside-Out Roll}

Wie meine Instagram-Follower ja bereits wissen, habe ich eine große Vorliebe für Sushi! In Sushi könnte ich mich wirklich reinlegen… und dabei bin ich erst vor ca. zwei Jahren auf den Geschmack gekommen. Nachdem ich es anfangs wirklich sehr (!) gewöhnungsbedürftig fand – was wohl an den Noriblättern lag – probiere ich heute immer wieder neue Sushi-Rollen aus. Zu Beginn habe ich mich ausschließlich an Gurken-, Sake- und Avocado-Maki, sowie Sake-Nigiri (mit Lachs) getraut. Am liebsten waren mir dabei die Nigiri, denn die sind ja ohne Noriblätter… Und noch besser war’s wenn es die Möglichkeit gab, das Sushi mit geräuchertem Lachs zu bekommen, denn an den rohen Fisch traute ich mich auch nicht ohne seltsames Gefühl im Magen (Kopfkino!).

Ebi Tempura Inside-Out-Roll Sushi

Heute erfreue ich mich an verschiedensten Sushi-Varianten. Sehr gerne habe ich Inside-Out-Rolls mit Mango, Lachs und Frischkäse oder Maki mit Lachstatar und Frühlingszwiebel, sowie Spicy-Tuna-Rolls mit gehacktem Thunfisch und Schnittlauch. Und ganz toll finde ich auch frittiertes Sushi!
Sushi geht bei mir fast immer und überall und ich liebe es auch, frisches Sushi selbst zu machen. Damit auch ihr feines Sushi zu Hause zubereiten könnt, habe ich heute für euch ein Grundrezept für Sushireis und ein Rezept für Ebi Tempura Sushi mit japanischer Chili-Mayonnaise.

Ebi Tmpura Inside-Out-Roll Sushi

Kurz zu den Produkten, die ich verwendet habe:
Wir haben das Glück, dass direkt um die Ecke ein großer, sehr gut sortierter Asia-Supermarkt ist. Hier bekommen wir wirklich alles für die asiatische Küche zu fairen Preisen. Besonders toll ist, dass es auch eine große Auswahl an frischen Produkten, wie z.B. Thai-Spargel, Koriander, Thai-Schalotten, frische Nudeln und anderes Obst und Gemüse gibt.
In diesem Supermarkt kaufe ich in der Regel alles, was wir für Sushi benötigen und komme dabei weitaus günstiger weg, als wenn ich es im normalen Supermarkt kaufen würde.
Für die Ebi Tempura Sushi-Rolls benötigt ihr eine japanische Mayonnaise. Die bekommt man in der Regel im Asia-Supermarkt. Genau so wie diese Chilisauce, die ihr für die Herstellung der Chili-Mayonnaise benötigt. Dann braucht ihr noch Noriblätter, Sushireis, Reisessig und ein Stück Kombu (getrocknete Meeresalge).

I love Sushi

Grundrezept Sushireis
für 16 Inside-Out-Rolls
125 g Sushireis
ein Stück Kombu (3×3 cm)
2 EL Reisessig
1/2 TL Salz
1 EL Zucker

Den Sushireis in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser mehrere Male hintereinander waschen und durch ein Sieb abtropfen. Dieser Vorgang kann 4-5 Mal wiederholt werden, bis das Wasser klar bleibt. Den Reis mit Wasser bedecken und den Reis ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Den Reis mit 140 ml kaltem Wasser und dem Stück Kombu in einen Topf geben und mit geschlossenem Deckel bei starker Hitze ca. 1-2 Minuten aufkochen lassen. Dann den Herd auf niedrigste Stufe stellen und den Reis ca. 10 Minuten garen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen, Deckel vom Topf nehmen und den Topf mit einem sauberen Küchentuch bedecken. Reis ca. 10-15 Min. ausdampfen lassen, dann in eine flache Schüssel geben und handwarm abkühlen lassen.

Für die Reisessig-Mischung, den Reisessig mit dem Zucker und dem Salz in einen kleinen Topf geben und solange unter Rühren erwärmen, bis sich Zucker und Salz vollständig aufgelöst haben. Die Mischung etwas abkühlen lassen und vorsichtig mit einem Holzlöffel unter den handwarmen Reis rühren.
Den Sushireis mit einem Küchentuch bedeckt vollständig abkühlen lassen.

Ebi Tempura Sushi Inside Out-Roll

Ebi Tempura Inside-Out-Rolls
für 16 Stück
1 Portion Sushireis (siehe oben)
2 Noriblätter
4 Riesengarnelen
1/2 EL Maisstärke
1 Ei (M)
120 g Mehl
Wasser
1 Stück Gurke (ca. 6 cm lang)
Sesamsamen (schwarz & weiß)
1 EL japanische Mayonnaise
1/2 TL asiatische Chilisauce
Öl zum Frittieren

Außerdem:
Wasabi, Sojasauce und eingelegten Ingwer (Gari) zum Servieren
Schneidebrett, scharfes Messer, Sushi-Rollmatte, Frischhaltefolie

Für die Ebi Tempura werden die Garnelen wie folgt vorbereitet:
Garnelen unter kaltem Wasser waschen. Die Garnelenköpfe mit einem scharfen Messer abschneiden und wegwerfen.
Garnelen bis auf das letzte Schwanzsegment schälen und längs am Rücken entlang leicht aufschneiden, so dass man sie entdärmen kann.
Die Garnelen an der Bauchseite in ca. 5 mm-Abständen ganz leicht einritzen, so werden sie gerade.
Nun noch mal mit kaltem Wasser abwaschen und mit einem Küchentuch trocken tupfen. Etwas Maisstärke auf die Garnelen sieben.

Für den Tempurateig, das Ei in eine kleine Schüssel aufschlagen und verquirlen. Etwa die Hälfte des verquirlten Ei’s (Rest kann anderweitig verwendet werden) mit 100 ml kaltem Wasser verrühren. Das Mehl in eine Schüssel geben und zügig mit dem Ei-Wasser verrühren. Am Besten wird die Masse mit Essstäbchen verrührt. Es dürfen ruhig noch ein paar kleine Teigklumpen im Teig vorhanden sein.

Ebi Tempura frittieren:
In einer Pfanne oder einem Topf reichlich Frittieröl erhitzen (Öl ist heiß genug, wenn beim Hineinhalten eines Holzstäbchens kleine Bläschen aufsteigen). Die Garnelen nacheinander im Teig wenden und sofort in das heiße Frittieröl geben. Garnelen goldgelb frittieren, herausheben und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.
=> Es bleibt Tempurateig übrig. Nach Belieben könnt ihr z.B. Paprikastreifen, Zucchinistreifen und Auberginenstreifen darin wenden und ebenfalls im Frittieröl ausbacken.

Sushi rollen:
Gurke waschen, der Länge nach halbieren und entkernen. Die Gurke in lange Streifen schneiden.
Für die japanische Chili-Mayonnaise rührt ihr einfach die Mayonnaise mit der Chilisauce zusammen.
Von beiden Noriblättern jeweils knapp 1/3 des Blattes abschneiden.
Ein Noriblatt mit der glatten Seite nach unten auf das Schneidebrett legen und das komplette Blatt gleichmäßig mit der Hälfte des Sushireises bedecken. Den Sushireis mit leicht angefeuchteten Händen gut andrücken.
Die Sushirollmatte in Frischhaltefolie einwickeln und auf das Noriblatt mit dem Sushireis legen. Das Ganze wenden, so dass nun ganz unten die Sushirollmatte liegt, darüber der Sushireis und ganz oben das Noriblatt.
Auf den unteren Bereich wird nun die Füllung gelegt. Zwei Tempura-Garnelen nebeneinander und dicht nebendran die Gurkenstreifen.
Nun wird alles mit Hilfe der Sushirollmatte zu einer festen Rolle aufgerollt.
Die fertige Sushirolle in den weißen und schwarzen Sesamkörnern wenden, dann mit einem scharfen und angefeuchteten Messer in 8 Stücke schneiden.
Wie beschrieben die zweite Rolle herstellen.
Zum Schluss werden alle Inside-Out-Röllchen mit der Chili-Mayonnaise beträufelt und mit Sojasauce, Wasabi und eingelegtem Ingwer serviert.

Alternativ könnt ihr die Sushi auch mit frischem Lachsfilet, Räucherlachs, Avocado, Frischkäse und Gurke füllen. Bei mir war jeweils am Rand der Sushirollen noch ein wenig Platz, so dass ich den mit geräuchertem Lachs aufgefüllt habe. 😉

Tipp: in diesem Video könnt ihr gut sehen, wie Inside-Out-Rolls hergestellt werden.

Viel Spaß beim Sushirollen!

Eure ♥
Marie

Von asiatischem Essen, Maki-Sushi & Horenso Gomaee

Nachdem es meinen Foodblog nun schon eine ganze Weile gibt, möchte ich euch etwas verraten, was den meisten unter euch wohl noch bis dato unbekannt war. Es hat etwas mit einer innigen Liebe zu einem bestimmten Gericht zu tun. Um euch die ganze Geschichte erzählen zu können, muss ich im Jahr 2010 beginnen – dem Jahr, in dem ich meinen Mann Herrn S. kennen gelernt habe. Eines Tages kam er damals nämlich zu mir und meinte: „Was hältst du davon, wenn wir heute Abend selbst Sushi rollen?“ mit freudigen und hungrigen Augen sah er mich damals an und konnte meine Antwort kaum abwarten. Ja, was halte ich davon??? „Nichts!!!“ dachte ich mir im ersten Moment, denn Sushi und die meisten japanischen, chinesischen, vietnamesischen und sogar indischen Gerichte (ja, das obwohl ich ja gebürtige Inderin bin) waren mir bis dahin unbekannt und ich mochte sie auch nicht wirklich. Außer gebratenen Nudeln mit Hühnchen, Gemüse und Ei, Frühlingsrollen oder Knusprig gebratenem Hühnchen mit Basmatireis und süß-saurer-Sauce. Das war schon asiatisch genug für mich, fand ich.

Horenso Gomaee

Nun musste ausgerechnet Herr S., dem ich eigentlich ungern ein „Nein“ antworten wollte fragen, ob ich Sushi haben möchte. Was nun???
Sushi. Roher Fisch! Algenblätter, wie heißen die doch gleich? Nori! Klebriger Reis, der anders als gewohnt schmeckt. Nein! Das wollte ich nun wirklich nicht ausprobieren – und dennoch sagte ich leise aber hörbar „Ja, gerne. Ich habe es noch nie gegessen, aber wenn du es mir zeigst, dann würde ich es gerne versuchen.“ Noch im selben Moment war mir etwas mulmig zumute und das sah man mir wohl auch an, denn Herr S. sagte gleich beruhigend: „Wir machen das natürlich mit Räucherlachs und Gurken und so… kein roher Fisch.“ Na das war doch ein Wort!

Wir gingen also los, in den nächsten Asialaden, der um die Ecke war (deshalb war er wohl auch darauf gekommen) und besorgten Noriblätter, eingelegten Ingwer, Wasabi, Reisessig, Sushireis und Sojasauce. Im Supermarkt holten wir die Zutaten für die Füllung und dann ging’s zu Hause auch schon los. Ziemlich ekelhaft und ungenießbar fand ich die Noriblätter, der Reis schmeckte mir so einigermaßen und in Kombination mit Gurke und Räucherlachs war’s ganz ok. Herr S. hatte großen Spaß am Sushi Essen und konnte meine zurückhaltende Art gar nicht verstehen.

Sushi Maki

Einige Tage später lud er mich in ein superfeines und leckeres vietnamesisches Restaurant zum Essen ein. Über die Einladung freute ich mich natürlich sehr, war aber zugleich auch etwas skeptisch, da es sich ja um vietnamesische Küche handelte. Beim Lesen der Speisekarte wusste ich nicht, was ich bestellen sollte, also bestellte ich mir zunächst etwas zu trinken. Dann probierte ich von Herrn S. Vorspeise und fand sie plötzlich sooo lecker, dass ich sie ihm fast komplett weg futterte (leider weiß ich nicht mehr, was das genau war). Und dann bestellte auch ich mir ein Gericht und freute mich sogar total darauf.
In den Wochen danach lernte ich dank Herrn S. einige Speisen aus der chinesischen, japanischen und vietnamesischen Küche kennen und ich kam immer mehr auf den Geschmack. Beim nächsten Mal Sushi bestellen, war ich dabei und freute mich an der großen Anzahl an (teuren) Nigiri mit Lachs und Avocado (da ich die Noriblätter immer noch nicht mochte).

Tja, und heute: ich liebe asiatische Gerichte und am allermeisten Sushi – auch mit Noriblättern! 😉
Es gibt Zeiten, da könnte ich mehrmals in der Woche Sushi essen. Sushi, in allen erdenklichen Formen, egal ob mit rohem Fisch oder Gemüse… nur Surimi und Fischrogen mag ich nicht, aber zum Glück gibt’s die ja auch mit Sesam.
Nun ist’s raus und ihr wisst, wie ich zu meiner Sushi-Liebe gekommen bin. Herr S. schüttelt meistens den Kopf, wenn ich sage: „Oh, heute möchte ich Sushi essen…“ Und dann darf ich euch auch noch verraten, dass ich mich auch mittlerweile für die indische Küche begeistere. Kam doch immer wieder in den letzten Jahren die Frage auf, ob ich gern und gut indisch koche… und wenn ich dann mit „Nein“ geantwortet habe, gab’s irritierte und lange Gesichter. 😉

Sehr gerne mache ich mein Sushi auch selbst mit geräuchertem Lachs, Frischkäse, Avocado, Gurke, Thunfischcreme, Lachstatar und Schnittlauch…
Wie ich mein Sushi mache, möchte ich euch heute zeigen.

Grundrezept Sushireis
für ca. 48 Maki oder 32 Futo-Maki oder 24 Inside-Out-Maki
250 g Sushi-Reis
3-4 EL Reisessig
1-2 EL Zucker
1 TL Salz

Reis in eine Schüssel geben und mit reichlich kaltem Wasser bedecken. Den Reis durch vorsichtiges Rühren mit den Händen waschen. Dann das milchige Wasser über ein Sieb abgießen und die Schüssel mit dem Reis erneut mit Wasser befüllen. Den Waschvorgang ca. 4-5 Mal wiederholen, bis das Wasser kaum mehr milchig ist. Nach dem letzten Mal Wasser abgießen noch einmal den Reis mit kaltem Wasser bedecken und ca. 30 Minuten einweichen lassen.

Reis durch ein Sieb abgießen und mit ca. 270 ml Wasser in einen passenden Topf geben. Den Reis zugedeckt bei voller Hitze ca. 1-2 Minuten aufkochen und dann anschließend ca. 10 Minuten bei sehr schwacher Hitze, zugedeckt garen.
Dann den Topf vom Herd nehmen, Deckel entfernen und den Topf mit einem Geschirrtuch oder Küchentuch abdecken und ca. 15 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit, den Reisessig mit dem Zucker und dem Salz in einem kleinen Topf erwärmen. Die Mischung ist fertig, wenn sich der Zucker und das Salz aufgelöst haben. Topf vom Herd nehmen und die Mischung abkühlen lassen.

Den fertig gegarten Sushireis in eine flache Schale verteilen und lauwarm abkühlen lassen. Dann die Reisessig-Mischung vorsichtig unter den Reis arbeiten. Nun den Reis vollständig abkühlen lassen. Damit er nicht austrocknet kann man ihn dann anschließend bis zur Verarbeitung mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken.

Tipps:
Wenn ihr euch nicht so ganz sicher seid, mit der Reisessig-Zucker-Salz-Mischung, dann könnt ihr auch die fertige Reisessig-Würze „Seasoning for Sushi“ von Kikkomann nehmen.
Ihr müsst dann nur die Menge des Essigs an die gekochte Menge Reis anpassen.
Mein Sushi serviere ich am liebsten mit der Sushi & Sashimi Sojasauce, ebenfalls von Kikkomann.

Sushi Maki

Für Kappa-Maki (Gurke):
Noriblätter zurecht schneiden und mit der glatten Seite nach unten auf eine Bambus-Rollmatte legen. Mit den Händen (zuvor in Essig-Wasser: 1 l Wasser mit 2 EL Reisessig vermischt, tauchen) etwas Reis auf das Blatt geben und gleichmäßig flach drücken. Dann im unteren Drittel des Blattes einen Strang aus Gurkenstreifen legen und dann das Noriblatt mithilfe der Bambusmatte zu einer festen und gleichmäßigen Rolle aufrollen. Anschließend die Rolle mit einem scharfen Messer (zuvor in Essig-Wasser getaucht) in Maki schneiden.

Für Sake-Maki (Lachs):
Noriblätter zurecht schneiden und mit der glatten Seite nach unten auf eine Bambus-Rollmatte legen. Mit den Händen (zuvor in Essig-Wasser: 1 l Wasser mit 2 EL Reisessig vermischt, tauchen) etwas Reis auf das Blatt geben und gleichmäßig flach drücken. Dann im unteren Drittel des Blattes einen Strang aus Lachsstreifen (roher Lachs oder geräucherter Lachs) legen und dann das Noriblatt mithilfe der Bambusmatte zu einer festen und gleichmäßigen Rolle aufrollen. Anschließend die Rolle mit einem scharfen Messer (zuvor in Essig-Wasser getaucht) in Maki schneiden.

Für Avocado-Maki:
Noriblätter zurecht schneiden und mit der glatten Seite nach unten auf eine Bambus-Rollmatte legen. Mit den Händen (zuvor in Essig-Wasser: 1 l Wasser mit 2 EL Reisessig vermischt, tauchen) etwas Reis auf das Blatt geben und gleichmäßig flach drücken. Dann im unteren Drittel des Blattes einen Strang aus Avocadostreifen legen und dann das Noriblatt mithilfe der Bambusmatte zu einer festen und gleichmäßigen Rolle aufrollen. Anschließend die Rolle mit einem scharfen Messer (zuvor in Essig-Wasser getaucht) in Maki schneiden.

Für California-Maki (Surimi, Gurke und Frischkäse):
Noriblätter zurecht schneiden und mit der glatten Seite nach unten auf eine Bambus-Rollmatte legen. Mit den Händen (zuvor in Essig-Wasser: 1 l Wasser mit 2 EL Reisessig vermischt, tauchen) etwas Reis auf das Blatt geben und gleichmäßig flach drücken. Dann im unteren Drittel des Blattes einen Strang aus Gurkenstreifen, Frischkäse und Surimi legen und dann das Noriblatt mithilfe der Bambusmatte zu einer festen und gleichmäßigen Rolle aufrollen. Anschließend die Rolle mit einem scharfen Messer (zuvor in Essig-Wasser getaucht) in Maki schneiden.

Für Frischkäse-Avocado-Lachs-Maki (meine Lieblingskombination):
Noriblätter zurecht schneiden und mit der glatten Seite nach unten auf eine Bambus-Rollmatte legen. Mit den Händen (zuvor in Essig-Wasser: 1 l Wasser mit 2 EL Reisessig vermischt, tauchen) etwas Reis auf das Blatt geben und gleichmäßig flach drücken. Dann im unteren Drittel des Blattes einen Strang aus Lachsstreifen, Avocadostreifen und Frischkäse legen und dann das Noriblatt mithilfe der Bambusmatte zu einer festen und gleichmäßigen Rolle aufrollen. Anschließend die Rolle mit einem scharfen Messer (zuvor in Essig-Wasser getaucht) in Maki schneiden.

Ihr seht, hier ist eine unzählige Vielfalt an Sushi möglich und ich bin jedes Mal für neue Varianten offen. 😉

Horenso Gomaee

Und nun noch zu meinem neuen Lieblings-Gericht, das ich dank meiner lieben Freundin Carina von Ina Mias Allerlei kennen gelernt habe: Horenso Gomaee – Spinat mit Miso-Sesam-Sauce. Ich liebe diesen weichen, gekochten Spinat in Kombination mit der leicht süßlichen Sesamsauce. Ein Traum! ♥

Wie ich mein Horenso Gomaee zubereite? Seht her:
Für 2 Personen
400 g Blattspinat
1 EL Sesampaste (Tahin, aus dem Asialaden)
1 EL helle Misopaste (aus dem Asialaden)
1 EL helle Sojasauce
2 EL Mirin oder 1,5 EL Reisessig (aus dem Asialaden)
1 EL Sesamsamen, schwarz & hell

Den Spinat gründlich putzen, waschen und dann abtropfen lassen.
Spinat in einen großen Topf geben und bei voller Hitze zusammenfallen lassen. Spinat über einem Sieb abgießen und in eiskaltem Wasser abschrecken, dann wieder abtropfen lassen.
Spinat mit den Händen ausdrücken, in kleine Stücke zupfen und etwas auflockern.
Für die Sesamsauce, die Sesampaste (Tahin) mit der Misopaste, der Sojasauce und dem Mirin verrühren. Dann soviel lauwarmes Wasser zufügen, bis eine cremige Sauce entstanden ist.
Die Sauce leicht über den Spinat träufeln und mit Sesamsamen bestreuen.

(Das Rezept für den Sushireis und das Horenso Gomaee habe ich aus dem Sushi-Buch vom GU-Verlag.)

Die empfohlenen Produkte stehen in keinem Zusammenhang mit einer bezahlten Produktempfehlung oder Werbung.

Eure ♥
Marie

Sesam-Bagels {american style}

Bagels

Als 2005 von Gräfe & Unzer der Küchenratgeber mit Brownies, Muffins, Cookies & Co – Trendgebäck made in USA herauskam, musste ich damals als Teenie sofort zuschlagen! Mit 14 Jahren habe ich schon gerne gebacken und was gibt es da praktischeres als Brownies und Muffins? Die gelingen so gut wie immer und sind schnell gemacht.
In diesem Buch gab es auch ein Grundrezept für Bagels mit verschiedenen Füllungen, wie z.B. Tunfischcreme, Bacon & Tomate, Olive & Rucola und Nuss & Hähnchen.
Bagels kannte ich bis dato noch nicht und wollte es gleich ausprobieren. Total angetan vom Rezept (da es nicht schwer erschien) hab ich damals gleich drauf los gebacken… leider sind die Bagels innen nicht wirklich weich geworden. Viel mehr waren es runde Teigkringel, hart und zäh in der Konsistenz und man hat sie nur mit viel Frischkäse oder Butter runter gekriegt… Die Enttäuschung war natürlich groß, zumal ich wirklich (!) alles so gemacht hatte, wie im Rezept angegeben. 😉
Bagels gab es in den darauf folgenden Jahren entweder vom Bäcker gekauft, vom Supermarkt wenn Aktionswoche war oder bei diversen Imbissbuden und Schnellrestaurants, die einen Lieblingsbagel mit Räucherlachs und Frischkäse führen.
Ans selbst backen habe ich mich vorerst nicht mehr getraut…

Heute habe ich den selbstgebackenen Bagels ein zweite Chance gegeben. Die Bagels habe ich nach einem ganz einfachen, klassischen Rezept gemacht.
Einen Hefeteig mit Milch zubereitet, den Teig gehen lassen, Teigkugeln geformt, zu Kringeln weiterverarbeitet, in kochendem Natron-Zucker-Wasser blanchiert und kurz im Ofen gebacken – fertig!
Und siehe da: es hat funktioniert. Das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen! 12 außen knusprig, innen weiche Bagels mit Sesam sind heraus gekommen. 🙂

Die können jetzt nach Lust und Laune belegt werden.
Ich habe euch mal ein paar Varianten zusammen gestellt, die hervorragend schmecken:
Klassiker: (Meerrettich-)Frischkäse mit Räucherlachs und Schnittlauch oder Kresse
Mediterran: Mozzarella, Tomate & Basilikumpesto
Nordisch: (Meerrettich-) Frischkäse mit Krabben oder geräucherter Forelle
Südländisch (Spanien): Chorizo, Frischkäse, Paprika, Oliven
Club-Bagel: Hähnchen, Tomate, Salat, Mayonnaise, Gurke
American: Roastbeef, Frischkäse,
Hawaii: Schinken, Ananas, Käse
Süß: Frischkäse, Marmelade
Banana-Split: Nutella, Bananenscheiben

Für 12 Bagels
Ihr braucht: 500 g Mehl Typ 550 (405 geht auch), 350 ml Milch, 1 Würfel frische Hefe (42 g), 3 EL Zucker, 1 TL Salz, 2 TL Natron (Kaisernatron), 3 EL Sesam (oder Mohn, Kürbis- oder Sonnenblumenkerne)

Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Milch in einem kleinen Topf lauwarm erhitzen, die Hefe hineinbröckeln und 1 EL Zucker dazugeben. Zucker und Hefe in der Milch auflösen und in die Mulde gießen. Hefe-Zucker-Milch mit etwas Mehl vom Rand bestäuben und zugedeckt ca. 15 Min. ruhen lassen.

Dem Vorteig 1 TL Salz zufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Das geht mit den Händen oder den Knethaken des Handrührgeräts. Den Teig zu einer Kugel formen und in die bemehlte Schüssel legen. Teigkugel mit Mehl bestäuben und zugedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
In einem großen Topf reichlich Wasser mit dem restlichen Zucker und dem Natron aufkochen.
Den Teig in 12 gleichgroße Stücke teilen, jeweils zu Kugeln formen und mit den Fingern (oder einem Kochlöffel) in jede Kugel ein Loch drücken und erweitern, so dass ein ca. 3 cm großes Loch entsteht.
Die Teigkringel nacheinander für ca. 15 Sek. in das leicht kochende Wasser geben und mit einem Schaumlöffel herausheben und direkt auf die Bleche setzen. Dabei etwas Abstand zwischen den einzelnen Kringeln lassen.
Die Bagels nach Belieben mit Sesam, Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen oder Mohn bestreuen und leicht andrücken.
Bagels im Ofen in ca. 15-20 Min. backen. Sobald sie leicht goldgelb sind, aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Rezept aus Sandwich & Toast von Margit Proebst (Christian-Verlag)

Bagels aufschneiden, nach Belieben belegen und genießen.

Eure Marie ♥

Scampi auf asiatischer Tomaten-Salsa

Scampi auf asiatischer Tomatensalsa

Vor ein paar Tagen hatte ich so richtig Lust auf Sea-Food. Üblicherweise gibt es bei uns dann Garnelen – angebraten mit Zitrone und Knoblauch verfeinert. Mal zu Pasta, Baguette oder einfach als Spieße.
Aber da waren ja noch die vielen Tomaten, die so langsam weg mussten. Und neben dem Herd stand ein Fläschchen Sesamöl, das ich vor kurzem geschenkt bekommen habe. Inspiriert von einem asiatischen Rezept mit Lachs und Garnelen habe ich mich dann an eine feurige Salsa gewagt und es hat fantastisch geschmeckt.
Das Gericht ist nicht nur zum Abendessen lecker, es schmeckt auch als Snack oder auf einem Buffet. Und ist schnell gemacht. Also auch an alle Kochmuffel und „Keine-Zeit-für-Kochen-Haber“: Ran an den Herd! 😉

Scampi auf asiatischer Tomatensalsa

Für 2 Personen

Ca. 250 g TK-Garnelen (küchenfertig, geschält und ohne Kopf) auftauen lassen, unter Wasser halten und anschließend mit Küchenpapier trocken tupfen.
6-8 Tomaten waschen, vierteln, entkernen und die Haut vorsichtig mit einem Messer abschneiden. Tomaten fein würfeln. 2 Frühlingszwiebeln (alternativ 1 Zwiebel) fein hacken. Ein Stück Ingwer (1-2 cm) fein reiben. 2 Knoblauchzehen fein hacken. Etwas Petersilie oder Koriander fein hacken. Zitrone halbieren und etwas Saft auspressen.
In einer Wokpfanne oder einer beschichteten Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Garnelen in ca. 2 Minuten von beiden Seiten anbraten und aus der Pfanne nehmen. Frühlingszwiebeln (weißer Teil) und Knoblauch in die Pfanne geben und unter Rühren andünsten. Mit 2 EL Sojasauce, geriebenem Ingwer, 1 TL Zucker, etwas Chili, 1 EL Tomatenmark und nach Belieben 2 EL Reiswein(-essig) ablöschen. Kurz aufkochen lassen und die Tomatenwürfel dazugeben. Alles gut umrühren, kurz köcheln lassen und die Garnelen dazugeben. Die Salsa mit Zitronensaft, grünen Frühlingszwiebelringen, Salz, Pfeffer und Petersilie/Koriander kräftig abschmecken. Wer mag kann auch noch etwas Sesam unterrühren.

Die Salsa mit den Garnelen in kleinen Schälchen anrichten. Dazu schmeckt Baguette oder Reis.

Scampi auf asiatischer Tomaten-Salsa

Guten Appetit!

Eure Marie ♥