Super saftiger Schokoladenkuchen

Nur noch wenige Tage bis zu unserem Umzug. Ich sitze hier zwischen hochgestapelten Kisten und habe soeben die letzten Sachen in der Küche eingepackt. Nun bin ich für mindestens 1 Woche küchenlos… Da hilft nur der Gedanke an die neue Küche, die wir komplett selbst geplant haben und auf die wir uns schon unglaublich freuen! Sobald alles steht und blitzeblank ist, wird es sicherlich hier auf dem Blog einen ausführlichen Küchenpost mit vielen Bildern geben.
An dieser Stelle schon mal ein Sorry für die Bilder zum Schokoladenkuchen, ich hatte nicht mehr das ideale Equipment für ein richtiges Shooting, da ein Großteil schon in Kisten verstaut ist… 

Schokoladenkuchen super saftig

Irgendwie ist es für mich ein wirklich seltsames Gefühl gewesen, das letzte Mal in der alten Küche zu kochen und zu backen. Schließlich war unsere Küche in den letzten 7 Jahren der Ort, an dem ich mit am meisten Zeit verbracht habe. Unzählige Rezepte habe ich dort für den Blog kreiert und fotografiert und dort sind auch meine drei Kochbücher entstanden (psst… Nr. 3 ist ab nächstem Jahr erhältlich!). Das letzte was ich in meiner alten Küche gebacken habe ist dieser super saftige Schokoladenkuchen. Und den möchte ich euch nicht vorenthalten.
Ganz sicher wird dieser Kuchen auch einer der ersten sein, den ich in der neuen Küche backen werde. Ein absoluter Lieblingskuchen und dann auch noch als Gugelhupf!

Schokoladenkuchen super saftig

Am liebsten verwende ich für diesen Kuchen backstabile Schokoladentropfen. Ich gebe zusammen mit der Milch einen kleinen Schuss dunklen Rum mit in den Teig. Wer das nicht mag, oder wer den Kuchen für Kinder backen möchte, nimmst stattdessen etwas Vanilleextrakt oder das Mark 1/2 Vanilleschote. Und ganz wichtig, wie bei allen meinen Rührteigen: rühren, rühren, rühren! Und zwar nicht den kompletten Teig am Ende, sondern Butter und Zucker gleich am Anfang. Diese beiden Zutaten sollen sich richtig schön zu einer homogenen, blassen Masse verbinden und da darf man schon mal bis zu 5 Minuten rühren. Wenn dann die Eier noch einzeln untergerührt werden und das Mehl-Kakaopulver-Gemisch zügig eingerührt wird, steht einem locker-saftigen Kuchenerlebniss nichts mehr im Weg.

Schokoladenkuchen super saftig

Super saftiger Schokoladenkuchen
 
Zubereitungszeit
Back-/Kochzeit
Gesamt
 
Zutaten
Für den Teig
  • 250 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 Eier (M)
  • 430 g Mehl
  • 70 g Kakaopulver
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 250 ml Milch
  • 2 EL dunklen Rum
  • 200 g Schokoladentropfen
Für die Glasur
  • 125 g Sahne
  • 125 g Zartbitterschokolade, fein gehackt
Zubereitung
Für den Kuchen
  1. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Gugelhupfform gut mit Butter einfetten und mit etwas Mehl oder Kakaopulver bestäuben.
  2. Die Butter in eine große Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät/Küchenmaschine cremig rühren. Den Zucker und den Vanillezucker vermischen und unter Rühren in die Buttercreme einrieseln lassen. Die Butter-Zucker-Masse ca. 4-5 Minuten zu einer homogenen, blassen Creme rühren.
  3. Die Eier nacheinander unterrühren, nur so lange rühren, bis die einzelnen Eier gut untergerührt sind.
  4. Das Mehl mit Kakaopulver, Backpulver und einer Prise Salz vermengen. Die Milch mit dem Rum verrühren. Mehlmischung im Wechsel mit der Milch hinzugeben und alles zu einem gleichmäßigen Schokoladenteig verrühren. Nur so lange rühren, bis alle Zutaten gut vermengt sind.
  5. Die Schokoladentropfen vorsichtig unterheben, den Teig in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und im Ofen (Mitte) ca. 60 Minuten (Stäbchenprobe) backen.
  6. Den Kuchen nach dem Backen ca. 15-20 Minuten ruhen lassen, dann aus der Form stürzen und vollständig auskühlen lassen.
  7. Für die Glasur die gehackte Schokolade in eine Schüssel geben, die Sahne langsam erwärmen und heiß über die Schokolade gießen. Ca. 2-3 Minuten stehen lassen, anschließend zu einer glatten Glasur verrühren. Den Kuchen mit der Schokoladenglasur überziehen.
Wenn du Gugelhupf genauso liebst wie ich, dann probiere doch mal den saftigen Marmorkuchen, meinen Lieblingsgugelhupf oder meinen köstlichen Kakao-Gugelhupf mit Cheesecake-Kokos-Füllung aus.

Meine kleinen Backgeheimnisse {Buch-Rezension}

Heute möchte ich euch ein wundervolles Backbuch vorstellen. Es steht schon seit einigen Wochen zur Rezension in meinem Bücherregal, welches mittlerweile mit über 120 Koch- und Backbüchern bestückt ist. Ihr wisst ja vielleicht schon: ich liebe Koch-und Backbücher, sammle und hüte sie wie einen Schatz und schaue sie wie Bildbände an. All zu oft koche bzw. backe ich kein Rezept 1 zu 1 daraus nach, viel mehr nehme ich sie als Anregung für eigene Kreationen oder wandle Rezepte, die mir gefallen etwas ab.

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Das Backbuch, um das es heute geht ist vom Dort-Hagenhausen-Verlag und trägt den Titel „Meine kleinen Backgeheimnisse„, geschrieben von Thomas Heinrich, Konditormeister in München. Mit diesem Buch möchte er die Leser an die Hand nehmen „um aus dem Guten, das Beste zu machen“, wie er sagt.
Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen sorgt er für Durchblick, so dass ein jedes Rezept der über 100 feinen Backwerke auch garantiert gelingt.

Das Buch ist in sechs Kapitel unterteilt: Grundlagen/Grundrezepte/Wissenswertes, Kuchen für Freunde, Besondere Köstlichkeiten, Klein und zwischendurch, Von Herzen und Stille Zeit.

Im ersten Kapitel „Grundlagen/Grundrezepte/Wissenswertes“ gibt es allerlei Grundrezepte für verschiedene Teigsorten, Tipps für den Umgang mit Kuvertüre und Gelatine und über Lebensmittel, wie Sauerrahm und Schmand, Zitrusfrüchte und Eier.
Das Kapitel „Kuchen für Freunde“ beginnt mit einem farbenfrohen Bild und einem ebenso bunten Blaubeer-Cassis-Törtchen. Gefolgt von Klassikern, wie Käsekuchen, Rum-Nuss-Kranz, Limettentarte, Rhabarber-Streusel, Butterkuchen, getränkter Zitronenkuchen, Zwetschgendatschi, Rüeblitorte und Marmorkuchen.
In diesem Kapitel finden sich wirklich eine ganze Reihe an Klassikern und Obstkuchen, die ideal für ein sonntägliches Kaffeekränzchen unter Freunden und Verwandten sind.
Auch der saftige Schokoladenkuchen, den es in 10 Varianten gibt, befindet sich in diesem Kapitel. Dazu gibt’s weiter unten ein Rezept.
Weiter geht’s mit dem Kapitel „Besondere Köstlichkeiten“, wo es delikate Rezepte für Sacherwürfel, Tiramisu, Sapnische Vanille, Mozartkuppel, Champagner-Trüffel-Torte und Petit Fours gibt. Mit diesen Rezepten kann man auf Festen und Partys so richtig auftrumpfen! 😉
Im Kapitel „Klein und zwischendurch“ finden sich allerlei Rezepte, die für den kleinen süßen Hunger oder auch für Party hervorragend geeignet sind.
Da gibt’s u.a. Krapfen, Florentiner, Zimtschnecken, Hefezopf, Brioche, Panna Cotta, Vanilleparfait und Amarettini.
Diese süßen Stücke sind auch ideal zum Verschenken geeignet.
Es folgt das Kapitel „Von Herzen“, in dem es Süßes, wie Cupcakes, Trüffelpralinen, Chocolate Cookies, Madeleines und Shortbread Fingers gibt. Auch diese Köstlichkeiten sind ideal zum Verschenken oder für Partys.
Das Buch schließt mit dem Kapitel „Stille Zeit“ ab. Dort findet man Rezepte, die rund um die dunkle, weihnachtliche Jahreszeit attraktiv sind. Z.B. ein Stollenkonfekt, Zimttaler, Schokobohnen, Vanillekipferl, Kokosmakronen, Baumkuchensterne, Zimtsterne, Elisenlebkuchen und Spitzbuben.

Alle Rezepte sind übersichtlich dargestellt, beinhalten genaue Angaben zur Menge und Zutatenliste und sind Schritt-für-Schritt gut und verständlich beschrieben.
Zu fast jedem Rezept gibt es ein schönes, großes und farbiges Foto, was so richtig Appetit und Lust aufs Backen und Naschen macht.
Oftmals gibt’s noch weitere Tipps zum Rezept oder Varianten.
Das Buch macht schon beim Durchblättern Lust aufs Backen und Ausprobieren und ich muss ehrlich gestehen, ich konnte mich kaum entscheiden, welches Rezept ich zu allererst ausprobieren sollte…
Entschieden habe ich mich dann für den Schokoladenkuchen, denn dafür hatte ich alle Zutaten im Hause, als ich mich kurzer Hand dazu entschlossen habe, etwas aus diesem Buch zu backen. 😉

Schokoladenkuchen

Für 1 Springform (26 cm)
200 g dunkle Kuvertüre
100 g Butter
150 g Zucker
3 Eier
3 EL Mehl
Puderzucker zum Bestäuben

Die Kuvertüre in Stücke brechen bzw. schneiden und überm Wasserbad (oder in der Mikrowelle) schmelzen lassen. Die Butter und den Zucker dazugeben und unter Rühren schmelzen lassen.
Die Eier trennen und nacheinander die 3 Eigelb und das Mehl unter die Schokoladen-Butter-Zucker-Masse rühren.
Die Eiweiße steif schlagen und vorsichtig (mit einem Teigschaber oder Holzlöffel) unter den Teig heben.

Den Boden einer Springform mit Backpapier auskleiden und die Seiten mit Butter einfetten.
Den Teig einfüllen und den Kuchen in den kalten Ofen geben.
Nun auf 200°C Ober-/Unterhitze erhitzen und ca. 40-45 Min. backen.
Der Kuchen ist fertig, wenn beim Hineinstechen eines Holzstäbchens kein Teig mehr daran kleben bleibt.

Den Kuchen auskühlen lassen und aus der Form nehmen. Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben und nach Belieben mit frischem Obst garnieren.

Fazit zum Rezept
Der Kuchen hat sich etwas schlecht aus der Form lösen lassen. Das lag aber evtl. auch daran, dass ich die Form nicht gut eingefettet habe. 😉
Geschmeckt hat er super lecker und war auch ratz-fatz verputzt.
Genial finde ich, dass es für den Kuchen an wenigen Zutaten bedarf, die man meist zu Hause hat.
Der Kuchen ist aufgrund seiner Tarteähnlichen Form auch hervorragend als Dessert geeignet. Dazu könnte man Vanillesauce oder Vanilleeis reichen.

Das Buch beeindruckt mit schönen Fotos, einer Vielzahl an Rezepten und ist wirklich schön aufgemacht. Ich empfehle das Buch wirklich jedem, der gerne ein wundervolles Backbuch besitzen oder verschenken möchte, oder aber einfach nur eine schöne Sammlung an köstlichen Rezepten haben möchte.