Die 4 besten Saucen für Raclette und Fondue

Ihr habt auf Instagram abgestimmt und so kurz vor Weihnachten und Silvester zeige ich euch hier auf dem Blog noch ein paar Rezepte für köstliche Saucen. Um ehrlich zu sein, sind es für uns die 4 besten Saucen für Raclette und Fondue! Sie sind schnell gemacht und in dieser Kombination sind alle Geschmacksvorlieben von mild über pikant und würzig bis hin zu scharf abgedeckt. Besonderes plus: sie halten sich einige Tage im Kühlschrank, ihr könnt sie also super vorbereiten. Nur bei der Sourcream-Sauce, würde ich empfehlen sie frisch zuzubereiten.

Die 4 besten Saucen für Raclette und Fondue

Was gibt es denn bei euch an Weihnachten und Silvester zu essen? Seid ihr eher so die RacletteliebhaberInnen oder mögt ihr lieber Fondue (und wenn ja, welches)? Bei uns gibt es in diesem Jahr etwas Besonderes. Wir machen dieses Jahr ein Hutessen, wie wir es in Österreich bei unserem wunderschönen Aufenthalt im Hotel mama thresl kennen gelernt haben. Wir haben einen Abend im Bergdorf Priesteregg verbracht und waren dort in Huwi’s Alm zum Hutessen eingeladen. Das war so ein tolles Erlebnis und es hat uns so gut geschmeckt, dass wir uns kurzerhand einen Tatarenhut gekauft haben, um auch zu Hause mit Freunden in den Genuss des Hutessens zu kommen.

Hutessen Huwi's Alm Bergdorf Priesteregg

Kennt ihr Hutessen? Ihr müsst euch einen Hut aus Gusseisen vorstellen, der auf einem beheizbaren Untergrund steht (ähnlich wie beim Raclettegrill). Man grillt dünne Fleisch-Scheiben an den Hutseiten und man kann es immer wieder mit der köstlichen Rinderbrühe, die in die Hutkrempe gegossen wird, übergießen. Zum Fleisch isst man traditionell Ofenkartoffeln, Salat und Kräuterbaguette. Dazu gibt es feine Saucen für das gegrillte Fleisch. Bei unserem Tatarenhut hat man zusätzlich noch Raclettepfännchen, so kann man sich z.B. die Ofenkartoffeln mit leckerem Raclettekäse überbacken.

Die 4 besten Saucen für Raclette & Fondue

Für unser Hutessen an Heilig Abend mit der Familie werde ich also auch leckere Saucen zubereiten. Die 4 besten Saucen für Raclette und Fondue bestehen bei uns aus einer cremigen Sourcream mit Schnittlauch, einer fruchtigen Curry-Mango-Sauce, einer pikanten Cocktailsauce mit Sriracha-Sauce und einer scharfen Mojo Rojo mit Paprika. In Kombination sehen diese Saucen nicht nur schön aus, sie sind ergänzen sich geschmacklich auch super, denn es ist wie schon gesagt für alle Geschmacksrichtungen was dabei.

Die 4 besten Saucen für Raclette und Fondue

Und nun zu den Rezepten. Die Mengenangaben bei den Zutaten für die Saucen sind jeweils so berechnet, dass die Saucen für ca. 4-6 Personen ausreichen. Nach Belieben könnt ihr die Rezeptmenge also verdoppeln, für uns mache ich z.B. immer etwas mehr Curry-Mango-Sauce und Mojo Rojo, denn die sind am beliebtesten. Wenn ihr noch eine klassische Aioli machen wollt, dann habe ich ein tolles Rezept für euch. 

Die 4 besten Saucen für Raclette und Fondue

Cremige Sourcream mit Schnittlauch
200 g Crème Fraîche
150 g Schmand
2 EL Schnittlauchröllchen, frisch
1/2 EL Zitronensaft, frisch gepresst
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Alle Zutaten für die cremige Sourcream mit Schnittlauch in eine Rührschüssel geben, gut verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in ein Schälchen geben.

Fruchtige Curry-Mango-Sauce
100 g Mayonnaise (z.B. von Maille)
130 g Crème Fraîche
100 g Mango Chutney
3 TL Zitronensaft
1 TL Worcestershire Sauce
nach Belieben 1/4 TL Chilisauce
1-2 TL Madras Currypulver
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Alle Zutaten für die fruchtige Curry-Mango-Sauce in eine Rührschüssel geben, gut verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in ein Schälchen geben.
*Dieses Rezept habe ich leicht abgewandelt, nach einem Rezept von Simone von S-Küche.

Pikante Cocktailsauce
130 g Mayonnaise (z.B. Maille)
40 g Ketchup
1/2 EL Sriracha Sauce
1/2 TL Dijonsenf
einige Spritzer Worcestershire Sauce
1/2 TL Chili-Sauce
1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Alle Zutaten für die pikante Cocktailsauce in eine Rührschüssel geben, gut verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in ein Schälchen geben.

Scharfe Mojo Rojo
200 g geröstete/gegrillte rote Paprika (in Öl eingelegt, im Glas)
1 rote Chilischote (Schärfegrad nach Belieben!)
1 kleine Knoblauchzehe
1 EL Tomatenmark
1 EL Semmelbrösel
80 ml Olivenöl
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL edelsüßes Paprikapulver

Paprika abtropfen lassen und klein schneiden. Chilischote und Knoblauchzehe grob hacken. Alle Zutaten außer die Gewürze in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab pürieren.
Die Mojo Rojo mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Paprikapulver pikant abschmecken und in ein Schälchen geben.

Kanarische Runzelkartoffeln mit Mojo

Wenn Herr S. und ich in Stuttgart sind, dann gehen wir regelmäßig in meine Lieblings-Tapas-Bar mit Freunden. Dort lassen wir es uns dann bei leckeren Tapas und feinen Cocktails gut gehen. Wenn ich gerade so darüber nach denke, dann wirds mal wieder Zeit für einen solchen Abend…
Um die Wartezeit bis dahin etwas zu verkürzen gibt es heute hier auf dem Blog ein Rezept für kanarische Runzelkartoffeln mit Mojo. Die gibt es in unserer Tapas Bar auch, dort heißen sie Patatas Canarias und sie landen auch fast immer auf unserer Tapas-Bestellung.

Ich mag diese Kartoffeln sehr, besonders in Kombination mit roter Mojo (Mojo Picón oder Mojo Rojo) und/oder grüner Mojo (Mojo Verde). Die Kartoffeln werden in reichlich gesalzenem Wasser gekocht. Anschließend wird das Kochwasser bis auf einen kleinen Rest weggeschüttet und dann werden die Kartoffeln unter Rühren (damit nichts am Topfboden ansetzt) bei niedriger Hitze weiter gegart. So bildet sich um die Kartoffeln herum die typische Salzkruste für die kanarischen Kartoffeln. Das sieht a) sehr schön aus und b) schmecken die Kartoffeln durch diesen Garprozess einfach nur gut! Überzeugt euch selbst davon – es ist auch gar nicht aufwändig.

Runzelkartoffeln mit Mojo Rojo & Mojo Verde

Und nun noch ein paar Worte zu den Mojo-Saucen. Diese kalten Saucen sind ebenfalls typisch kanarisch. Meistens werden sie gerade bei Tapas als Dip oder Beilage verwendet. Ganz herrlich schmecken sie aber auch, wenn man einfach nur etwas frisches Baguette darin eintunkt und die Mojo so genießt.
Am bekanntesten sind die Varianten Mojo Rojo und Mojo Verde. Die Mojo Rojo (rot) erhält ihre Farbe durch roten Paprika, die Mojo Verde (grün) durch Koriander, grüne Chili und Petersilie.
Wir mögen die Mojo-Saucen besonders zu Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten.

Kanarische Runzelkartoffeln mit Mojo
Portion(en) 4
Zubereitungszeit
10 min
Koch-/Backzeit
30 min
Gesamtzeit
40 min
Zubereitungszeit
10 min
Koch-/Backzeit
30 min
Gesamtzeit
40 min
Für die Kartoffeln
  1. 500 g neue Kartoffeln (gleiche Größe)
  2. 4 EL Salz (nicht über die Menge wundern)
Für die Mojo Rojo
  1. 1 Scheibe Toastbrot
  2. 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  3. 2 kleine rote Chilischoten, frisch & fein gehackt
  4. 1 TL Kreuzkümmelsamen
  5. 1 TL Pimentón (geräuchertes Paprikapulver)
  6. 2 TL Sherryessig
  7. 1-2 EL Olivenöl
  8. Salz
Für die Mojo Verde
  1. 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  2. 6 EL gehackter Koriander (oder Petersilie), frisch
  3. 1 kleine grüne Chilischote, fein gehackt
  4. 1/4 TL Kreuzkümmelsamen
  5. 1 EL Weißweinessig oder Sherryessig
  6. 50-60 ml Olivenöl (je nach Konsistenzwunsch)
  7. Salz
Zubereitung
  1. Für die Kartoffeln
  2. Kartoffeln waschen, gut abbürsten und mit Schale in einen großen Topf geben. Mit Wasser bedecken und das Salz hinzufügen. Kartoffeln zum Kochen bringen und ca. 20-25 Minuten kochen lassen.
  3. Für die Mojo Rojo werden zunächst Toastbrot, Knoblauch, Chili, Kreuzkümmelsamen, Pimentón und Salz püriert oder mit einem Mörser zerstampft. Dann werden Essig und Öl in einem dünnen Strahl hinzugegeben und untergerührt bzw. püriert. Die Mojo Verde wird nach dem selben Verfahren zubereitet.
  4. Nun sollten die Kartoffeln weich sein und man kann das meiste Wasser von den Kartoffeln abgießen, jedoch sollten ca. 250 ml Wasser im Topf zurück bleiben. Den Topf mit den Kartoffeln nun wieder auf den Herd stellen und die Kartoffeln nun bei niedriger Hitze und ständigem Rühren weiter garen. So kann das restliche Wasser verdampfen und die typische Salzkruste entsteht rund um die Kartoffeln. Hinweis: Auch am Topf setzt sich die Salzkruste ab, das ist aber nicht schlimm. Die Kartoffeln werden so lange gegart (ca. 5-8 Minuten), bis sei leicht runzelig werden.
  5. Die Kartoffeln können nun mit der Mojo Rojo und der Mojo Verde serviert werden.
Schätze aus meiner Küche http://www.schaetzeausmeinerkueche.de/

Für einen Tapas-Abend passen zu den kanarischen Runzelkartoffeln außerdem noch Champiñones al ajillo, Andalusische Gazpacho, Croquetas de Jamón, Pinchos Morunos, Dátiles en bacón, Spanische Tomatencreme (Salmorejo), Pimientos a la marineraQueso Manchego con miel und Aioli.

Lasst es euch schmecken!

Tapas & Pinchos Morunos {Buch-Rezension}

Heute möchte ich euch ein wunderbares Buch mit genialen Tapas-Rezepten vorstellen. Schon beim ersten Anblick des Buches kommt Vorfreude auf köstliche Tapas auf, denn auf dem Cover ist Omar Allibhoy – der Koch und Autor dieses Buches – mit einer großen Pfanne voll Gambas zu sehen. Gebratene und marinierte Gambas stehen für mich eng in Verbindung mit spanischer Kochkultur und somit sind sie für mich auch Sinnbild für herrliche Tapas! Schlägt man das Buch auf, blickt man sofort auf einen Tisch voller Tapas in unterschiedlichsten Varianten. Und genau diese Vielfalt, die auch hier gleich zu sehen ist, zieht sich durch das ganze Buch von Omar Allibhoy – eben genau so, wie die spanische Tapas-Kultur vielfältig ist.
Dazu kann ich einfach nur sagen: Ich liebe Tapas!

Um auch euch auf den Geschmack von Tapas zu bringen – manche kennen es vielleicht noch gar nicht – möchte ich euch heute Omars Buch vorstellen.
Tapas* ist mit 120 Tapas-Rezepten im Christian Verlag erschienen.

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(© Ebury Press/Christian Verlag)

Der Inhalt des Buches ist in neun Kapitel aufgeteilt. Im ersten Kapitel „Aperitif“ findet man Rezepte, die für einen gelungenen Einstieg zu einem Tapas-Abend gehören. Hierzu gehören zum Beispiel eingelegte Oliven in verschiedenen Varianten, eingelegte Anchovis und die berühmten Pimientos de Padrón. In diesem Kapitel gibt es auch zwei superleckere Rezepte für Getränke: Zitronenlimonade und Sangria (die darf natürlich bei keinem Tapas-Abend fehlen!).
Im nächsten Kapitel werden Tapas mit Fisch & Meeresfrüchten vorgestellt. Neben dem Klassiker mit frittierten Fischen und Meeresfrüchten gibt es hier u.a. Muscheln in verschiedenen Varianten, die klassischen Gambas mit Knoblauchöl und Kabeljau mit diversen Zubereitungsarten, Saucen und Beilagen. Besonders gut zu Fisch und Meeresfrüchten passt Aioli, weshalb Omar in diesem Kapitel auch gleich mehrere Varianten für die Knoblauchcreme zeigt.

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(© Ebury Press/Christian Verlag)

Im Kapitel Eier & Geflügel findet man u.a. leckere spanische Spiegeleier, den Klassiker Kartoffel-Tortilla und diverse Hühnchengerichte.
Darauf folgen Rezepte mit Fleisch und natürlich werden hier auch Chorizo-Fans fündig. Zu Beginn dieses Kapitels gibt’s nämlich gleich mal eine Ladung Chorizo in Apfelwein, gefolgt von meinen heißgeliebten Schinken-Kroketten (Croquetas de Jamón). Außerdem gibt es noch jede Menge Rezepte für Lamm und Schweinefleisch und sogar ein Rezept mit Kaninchenfleisch ist dabei. Aus diesem Kapitel stammen auch die Pinchos Morunos, die ich euch weiter unten noch genauer zeigen werde.
Im nächsten Kapitel zeigt Omar jede Menge feine Tapas mit Gemüse, die sich hervorragend mit den Rezepten aus den vorherigen Kapiteln kombinieren lassen. Aber natürlich schmecken die Gemüse-Tapas auch solo auf einem vegetarischen Tapas-Buffet super!
Von Grillgemüse mit Romesco-Dip, über Runzelkartoffeln mit diversen Mojo-Saucen bis hin zu gegrillten Paprikaschoten ist alles dabei.
Das Kapitel Suppen & Eintöpfe hält geniale Rezepte, wie z.B. die klassische Gazpacho und einen leckeren Kartoffeleintopf mit Paprika und Chorizo bereit.

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(© Ebury Press/Christian Verlag)

Kapitel Nr.7 bringt Reis und Hülsenfrüchte-Rezepte, ideal als Beilage beim Tapas-Abend. Natürlich darf in diesem Kapitel die weltberühmte Paella nicht fehlen! Den süßen Abschluss macht das vorletzte Kapitel mit diversen Rezepten für süße Tapas. Allen voran natürlich die bekannte Crema Catalana und die heißgeliebten Churros mit Schokoladensauce (die machen süchtig!).
Omars letztes Kapitel heißt Chefsache. Hier gibt es ein paar Rezepte, die etwas aufwändiger in der Zubereitung sind aber dafür auch ordentlich was her machen, z.B. Flusskrebse in Mandel-Wein-Sauce.

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(© Ebury Press/Christian Verlag)

Die Gestaltung des Buches ist äußerst ansprechend, da es zu sehr vielen Rezepten große Farbfotos gibt, die gleich Appetit auf Tapas machen. Alle Rezepte sind übersichtlich dargestellt, mit Schritt-für-Schritt-Anleitung und ausführlicher Zutatenliste. Bei einigen Rezepten stehen extra Tipps mit dabei und zu jedem Rezept gibt’s vorab eine kleine Beschreibung oder nähere Info. Und dann ist natürlich noch ganz wichtig zu erwähnen, dass die Rezepte sehr authentisch sind, man zudem ziemlich einfach an die Zutaten für die jeweiligen Rezepte gelangt (fast alles gibt’s im gut sortierten Supermarkt). Vielleicht muss man für das ein oder andere Produkt, wie z.B. gute Chorizo etwas länger suchen, aber wenn man weiß wo man gut in seiner Umgebung einkaufen kann, dann dürfte auch das kein Problem darstellen! 
Bleibt mir nun noch zu sagen, dass ich total begeistert von diesem Buch bin! Mit Abstand das schönsten Tapas-Buch, das ich bislang in den Händen gehalten habe (und das waren schon ein paar…)! ♥

Pinchos Morunos

Und nun möchte ich euch noch die leckeren Pinchos Morunos vorstellen, die wir u.a. bei unserem letzten Tapas-Abend auf dem Tisch hatten. Sowohl mir, als auch Herrn S. haben die Pinchos richtig gut geschmeckt! Und deshalb möchte ich sie euch natürlich nicht vorenthalten.

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Pinchos Morunos
Portion(en) 4
Leckere spanische Schweinefleisch-Spieße in pikanter Marinade.
Zubereitungszeit
10 min
Koch-/Backzeit
5 min
Gesamtzeit
1 hr 15 min
Zubereitungszeit
10 min
Koch-/Backzeit
5 min
Gesamtzeit
1 hr 15 min
Zutaten
  1. 500 g Schweinefilet (oder Hähnchen-, Rinder-, Lamm-Filet)
  2. 1 TL Pimentón* (geräuchertes Paprikapulver)
  3. 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  4. 1 TL getrockneter Oregano
  5. 1 EL frische Thymianblätter
  6. 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  7. frisch gemahlener Pfeffer
  8. Olivenöl zum Beträufeln
  9. (Tipp: Spanisches Olivenöl aus Arbequina-Oliven)
  10. Salz
  11. *gibt's im gut sortierten Supermarkt
Zubereitung
  1. Das Schweinefilet kalt abspülen, mit Küchenpapier trocken tupfen und mit einem scharfen, spitzen Messer von Sehnen, Häuten und Fett befreien. Das Fleisch in ca. 2x2 cm große Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben.
  2. Nun Pimentón, Kreuzkümmel, Oregano, gehackte Thymianblättchen, Knoblauch, sowie etwas schwarzen Pfeffer über das Fleisch geben und mit einigen Spritzern Olivenöl beträufeln. Mit den Händen alles gut durchmischen, so dass das Fleisch schön gleichmäßig mit der Marinade bedeckt ist. Das Fleisch mit Folie abgedeckt für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. (Wahlweise kann man es auch bis zu 2 Tage lang marinieren)
  3. Einige Holzspieße für ca. 30 Minuten in kaltes Wasser legen, dann brennen sie später beim Anbraten der Fleisch-Spieße nicht an. Jeweils einige Fleischstücke auf einen Holzspieß stecken und die Fleisch-Spieße wahlweise auf dem Holzkohlegrill, in einer Grillpfanne oder unter dem Backofengrill auf jeder Seite 2-3 Minuten grillen. Die fertigen Pinchos Morunos mit Salz und Pfeffer würzen und sofort servieren.
Tipp
  1. Zu den Pinchos Morunos schmecken z.B. Mojo-Saucen.
Für eine scharfe Mojo Rojo folgende Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit einem Pürierstab fein pürieren und vermengen
  1. 1 Scheibe Toastbrot, 2 Knoblauchzehen, 3-5 kleine getrocknete Chili-Schoten (je nach Schärfegrad), 1 TL Kreuzkümmelsamen, 1 TL Pimentón (geräuchertes Paprikapulver) und Salz.
  2. Dann 2 TL Sherryessig und 4-5 EL (spanisches) Olivenöl unterrühren - fertig!
Aus dem Buch "Tapas"
Aus dem Buch "Tapas"
Schätze aus meiner Küche http://www.schaetzeausmeinerkueche.de/

Lachstatar & Mojo Rojo

Lachstatar

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, bin ich begeisterter Lachs-Fan und liebe sämtliche Gerichte mit Lachsfilet, Lachsforelle, gebeiztem Lachs oder geräuchertem Lachs, insbesondere rohem Lachs in Sushi!
Vor ein paar Wochen habe ich euch ein Rezept für schnelle Lachs-Nudeln vorgestellt. Heute möchte ich euch u.a. ein Rezept für ein schnelles und sehr feines Lachstatar vorstellen.
Dazu benötigt ihr wenige Zutaten, es geht super fix und ihr habt echt was edles auf dem Tisch – perfekt für eine kleine Vorspeise, wenn Gäste kommen. Und das macht echt was her! Bisher hat noch jeder das Lachstatar gelobt!!! 😉
Das Lachstatar wird aus geräuchertem Lachs gemacht und dazu wird eine Zitronen-Creme-Fraiche gereicht.

Für 4 Personen oder 6 kleine Vorspeisen-Portionen
Ihr braucht:
400 g Räucherlachs, 4 EL Crème Fraîche, 1 TL Dijon-Senf, 2 Stiele Dill, 2 Stiele Petersilie, etwas Schnittlauch, Salz / Pfeffer, eine unbehandelte Bio-Zitrone

Für das Lachstatar
Den Räucherlachs in grobe Streifen schneiden.
1/3 der Lachsstreifen in die Küchenmaschine mit Schneideaufsatz oder in ein hohes Gefäß (für den Pürierstab geeignet) geben.
Dill und Petersilie waschen, trocken schütteln, grob hacken und die Hälfte zum Lachs in das Gefäß geben. Restliche Kräuter fein hacken.
Mit dem Pürierstab oder der Küchenmaschine den Lachs mit den Kräutern zu einer feinen Farce pürieren.
Restliche 2/3 der Lachsstreifen etwas feiner hacken und mit den übrigen Kräutern und der Lachsfarce zu einem feinen und homogenen Tatar verarbeiten.
Tatar mit Dijonsenf und 1 TL Creme Fraiche verfeinern.
Die Zitrone heiß abwaschen, trocken reiben und etwa 1 TL Schale abreiben und zum Tatar geben.
Saft von einer Spalte Zitrone unter das Tatar heben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Zitronencreme
Restliche Crème Fraîche mit ½ TL Zitronenschalen-Abrieb, einer Prise Salz und 2 TL Zitronensaft verrühren.

Das Lachstatar wahlweise als Taler auf 4 bzw. 6 Tellern anrichten und mit je einem Klecks Zitronencreme und Schnittlauchhalmen garnieren.

Mojo Rojo

Wo wir schonmal bei einem Menü mit Vorspeise sind, würden sich als Alternative zum Lachstatar auch eine bunte Platte mit gegrilltem und mariniertem Gemüse, einigen Scheiben Ciabattabrot, ein paar eingelegte Artischocken und einigen Scheiben luftgetrockneter Salami oder Serrano Schinken anbieten.
Dazu serviert man eine feine, cremige Sauce – eine rote Mojo Rojo.
Die Mojo Rojo Sauce stammt aus Spanien und wird häufig zu Tapas wie Salzkartoffeln, Kanarische Kartoffeln, Patatas Brava oder auch gegrilltem Fleisch und Fisch oder Gemüse serviert.
Sie besteht aus Paprika, Chili, Essig, Brot, Öl und Knoblauch. Die Sauce ist leicht pastenartig und ist auch ideal zum Brot dippen geeignet.

Für 1 Dip braucht ihr: 2 rote Paprikaschoten, 4 Knoblauchzehen, 1 rote Chilischote, 1 Scheibe entrindetes Toastbrot, 1/2 Tl Meersalz, 1 EL Aceto Balsamicoessig oder Rotweinessig, 3 EL Olivenöl, 1/2 TL Paprikapulver

Die Paprikaschoten vierteln, entkernen und mit der Hautseite nach oben auf ein mit Backpapier oder Alufolie ausgelegtes Backblech legen. Unter dem Backofengrill auf der 2. Schiene von oben 15 Minuten rösten, bis die Haut schwarze Blasen wirft. Die mit einem nassen Küchentuch abdecken und ca. 15-20 Min. ruhen lassen. Anschließend lässt sich die Haut mit einem kleinen Messer abziehen.
Die Paprikafilets in feine Würfel schneiden.
Den Knoblauch grob hacken. Die Chilischote längs halbieren und entkernen. Das Toastbrot in Stücke zupfen und alles zusammen mit den restlichen Zutaten in einem Blitzhacker oder in einem hohen Gefäß mit einem Pürierstab zu einer feinen und homogenen Creme zerkleinern.

Übrigens könnt ihr euch die Arbeit mit den gegrillten und enthäuteten Paprikaschoten einsparen, wenn ihr gleich gegrillte, gehäutete und eingelegte Paprikaschoten kauft. 😉

Mit diesen Rezepten nehme ich am Blog-Event von Zorras Kochtopf teil.

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