Jahresrückblick 2017 #foodblogbilanz17

Nachdem bei meinen BloggerkollegInnen schon zahlreiche Jahresrückblicke zu sehen sind und ich in den letzten Jahren auch immer auf den letzten Drücker meine Foodblogbilanz17 als Jahresrückblick gezogen habe, mache ich in diesem Jahr natürlich auch wieder mit.
2017 steckte voller Überraschungen und vieler unglaublich schöner Momente, die ich ohne den Blog nie erlebt hätte. Ich bin immer noch total überwältigt, wie viel sich 2017 auf dem Blog und rund um Schätze aus meiner Küche getan hat! Dazu habt ihr lieben LeserInnen erheblich beigetragen und ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei euch bedanken!

Privat war 2017 ein Jahr geprägt von vielen wunderbaren Momenten. Aber auch ein Jahr, das nicht immer einfach und zum Ende hin auch von Trauer überschattet war. Für uns ein Jahr voller Höhen und Tiefen! Wir meistern es gemeinsam und darauf sind wir unglaublich stolz! Wir haben viele tolle Urlaubstage und kulinarische Reisen in Berlin, Amsterdam, Calvi und auf der Forsthofalm verbracht. Seit Sommer heißt es bei mir Studium und Arbeit an Blog und Büchern. Ich habe allen Mut zusammen genommen, mich auf Neuland begeben und den Schritt gewagt mich mit meinem Blog und den Büchern Selbständig gemacht. An der Bücherfront hat sich mein Buch „Schwäbisches Fingerfood“ zu einem absoluten Liebling gemacht und hat sich unglaubliche knappe 7.000 Mal verkauft! In diesem Jahr habe ich auch mein zweites Buch Müsliriegel & Fruchtschnitten* veröffentlicht, an meinem 3. Buch gearbeitet und den Verlagsvertrag für Buch Nr. 4 unterschrieben. Mit dem Umzug in unsere wunderschöne Wohnung habe ich auch endlich meine absolute Traumküche bekommen. Da lässt es sich gleich noch viel inspirierter und schöner kochen!

Blätterteigschnecken mit Lachs

Müsliriegel & Fruchtschnitten Nileen Marie Schaldach Schätze aus meiner Küche

Und nun zur Foodblogbilanz17!

Was war 2017 dein erfolgreichster Blogartikel?
Das ist wie auch in den letzten Jahren der köstliche Caesar Salad nach einem Rezept von Jamie Oliver! Und zurecht ist dieser Blogartikel der erfolgreichste, denn dieser Salat schmeckt einfach unglaublich lecker und wer könnte auch bei einem Rezept vom Kochmeister widerstehen? Ich hatte 2016 im Herbst ja das Vergnügen ihn persönlich kennen zu lernen, als er sein wunderbares Weihnachtskochbuch vorgestellt hat. Was soll ich sagen, der Mann ist einfach großartig! Außerdem waren fast ebenso erfolgreich die Rezepte für meinen saftigen Marmorkuchen, meine herzhaften Blätterteigschnecken mit Lachs und zum Jahresende hin auch die Rezepte für Raclettesaucen. Für mich persönlich war Rezept Nr. 1 meine Lasagne al Forno, weil die einfach absolutes Soulfood ist! 

Lasagne al forno

Saftiger Marmorkuchen

Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?
Das ist natürlich schwierig, denn hinter jedem Blogartikel steckt nicht nur ein Rezept und ein bisschen drumherum-Geschichte. Ich verbinde mit den Zeilen die ich schreibe auch Erinnerungen und deshalb ist es gar nicht so einfach drei Blogartikel klar zu favorisieren. Wenn ich aber länger darüber nachdenke, dann gibt es ganz klar einen Blogpost, den ich immer wieder gerne selbst lese und mit dem ich eine unglaublich schöne Zeit verbinde. Das ist der Blogpost, in dem ich von unserem Urlaubswochenende im wunderschönen Wiesergut in Hinterglemm, Österreich erzähle. Mit diesem Blogpost assoziiere ich sofort Entspannung, Glücklichsein, Unbeschwertheit und eine unglaublich gute Küche! Ich sag’s euch, so gut wie dort haben wir noch nirgendwo gegessen!
Highlight Nr. 2 ist dann doch ganz klar der Blogpost mit meinem Travelguide zu Amsterdam. Wir haben dort einfach eine unglaublich schöne und kulinarische Zeit verbracht mit tollen Restaurantbesuchen und zwei grandiosen Abenden in den Foodhallen. Nachdem ich 2009 bereits in Amsterdam auf einer Studienfahrt war, habe ich es in diesem Jahr mit ganz anderen Augen gesehen. Amsterdam ist auch für 2018 ganz hoch im Rennen…
Und Nr. 3 ist ein Rezept, nämlich das Rezept für hausgemachte schwäbische Maultaschen mit Kartoffelsalat. Maultaschen sind für mich der Inbegriff schwäbischer Esskultur und bedeuten für mich Heimat und gute Küche. Durch mein Kochbuch Fingerfood schwäbisch gut* habe ich die schwäbische Küche noch mal ganz neu kennen und lieben gelernt. Maultaschen gehen einfach immer!

Wiesergut Österreich Hinterglemm

Schwäbische Maultaschen hausgemacht mit Kartoffelsalat

Amsterdam Foodguide

Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?
Absoluter Fan bin ich ja von Jeannys Backkünsten und ihren unglaublich leckeren Kuchen! Verliebt habe ich mich in ihre sündhaft leckeren Oreo-Zimtschnecken. Die sind sooooo gut! Danke liebe Jeanny, dass du uns mit so köstlichen Sweets und deinen traumhaftschönen Foodfotos verzauberst! 
Nachdem ich spätestens seit diesem Jahr – dank unserer zahlreichen Österreich-Kurztrips – total auf österreichische Küche stehe, haben es mir die Topfenknödel von Karin Geschmacksmomente echt angetan! Ihre Topfenknödel gab es nun schon mehrere Male, zuletzt an Weihnachten. Ansonsten bin ich viel auf Instagram unterwegs und dort bin ich begeisterte Followerin von meiner Bloggerkollegin Christine Trickytine, die mich mit ihren Rezepten und kulinarischen Momenten immer wieder an meine Heimatstadt Stuttgart erinnert. 

Sushi Poké Bowl

Welches der Rezepte, die du 2017 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?
Das wird wohl die Sushi Poké Bowl sein. Seit wir in Unterhaching wohnen, haben wir das große Glück auch hier wunderbaren frischen Fisch zu bekommen und deshalb gibt es bei uns fast wöchentlich ein Gericht mit Fisch, oft ist es eben die Sushi Poké Bowl, weil sich jeder seine Bowl so zusammenstellen kann, wie er gerade Lust hat. Herr S. haut immer ordentlich Chili und Koriander rein, während ich lieber mit Sriracha würze. Und ihr wisst ja, ich steh einfach total auf Lachs! Auf dem Event mit Jamie Oliver habe ich außerdem Tuna Ahi-Poke kennen gelernt und das bereite ich nun auch immer als Basis für unsere Sushi Poké Bowl zu. Einfach lecker!  

Was hat dich im Zusammenhang mit Kochen, Essen oder deinem Blog 2017 beschäftigt und warum?
2017 war voller spannender und kulinarischer Momente. Auf dem Blog habe ich den Travelguide eingeführt, in dem ich euch traumhafte Hotels vorstelle, die kulinarisch oberste Klasse sind! In diesem Jahr kamen wir ganz begeistert und kulinarisch inspiriert aus dem hippen mama thresl und dem Wiesergut zurück. Außerdem durften wir im Sommer die volle Bandbreite an Spitzengastronomie rund um München auf der AEG Taste of München kennen lernen. Und natürlich sind meine Kochbücher nicht zu vergessen, die es mir ermöglicht haben, mit vielen wunderbaren Menschen ins Gespräch zu kommen und Menschen glücklich zu machen.   

Mama Thresl

Mama thresl

Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?
Super begeistert bin ich von unserem neuen Quooker Wasserhahn, mit dem wir kochendheißes Wasser zapfen können und von unserem neuen Backofen, mit dem ich nun auch schonen dampfgaren kann. Und dann ist da natürlich noch die österreichische Küche, von der ich euch schon erzählt habe, die es mir einfach angetan hat! Ich stehe total auf Frittatensuppe, Wiener Schnitzel, Kaiserschmarrn, Topfenknödel, Wiener Saftgulasch, Spinatknödel… Ganz besonders gerne habe ich deshalb das Kochbuch Wiener Küche*. 

Wiesergut Kaiserschmarrn Österreichische Küche

Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?
Erstaunlicherweise war mein Blog wohl ein Treffer für shortbread rezept mit gezuckerter kondensmilch erdnüsse marmelade. Das wundert mich, denn ich habe soweit ich weiß kein Rezept für Shortbread auf dem Blog und seit einiger Zeit sucht man auch vergeblich nach Rezepten mit Erdnüssen, denn ich bin sowas von allergisch dagegen! Manchmal schmunzel ich doch darüber, wie sich manche LeserInnen auf meinen Blog verirren…

Fingerfood schwäbisch gut Nileen Marie Schaldach Schätze aus meiner Küche

Was wünschst du dir und deinem Blog für 2018?
Wie meine lieben Bloggerkollegen Torsten und Sascha von Die Jungs kochen und backen wünsche auch ich mir, dass es einfach so weitergeht wie in 2017! Ich freue mich auf ein erfolgreiches Jahr 2018 für Blog und Bücher und bin gespannt, was 2018 alles mit sich bringt! Ich bin bereits mitten in der Planung des ersten Halbjahrs und ihr dürft euch auf schöne Blogposts und vieles mehr freuen! Auf 2018, dass es ein gutes Jahr voller schöner und erfolgreicher Momente mit wenig Schattenseiten wird!

*Amazon-Partnerlink

Hausgemachte schwäbische Maultaschen mit köstlichem Kartoffelsalat

Heute gibt es für euch mein absolutes Lieblingsgericht aus Schwaben: Hausgemachte schwäbische Maultaschen mit köstlichem Kartoffelsalat!

Dieser Post ist entstanden, weil ich nach Veröffentlichung meines ersten Buches Fingerfood – schwäbisch gut vor gut einem Jahr immer wieder Anfragen erhalte, wie ich denn meine Maultaschen am liebsten esse. Heute zeige ich es euch also! 😉 Übrigens hat die liebe Trickytine vor Kurzem auch einen tollen Maultaschen-Post herausgebracht und tadaaa – sie isst die Maultaschen auch am liebsten so wie ich! 

Nach 19 Jahren Stuttgart, in denen ich unzählige Maultaschen von Mama, Großmutter und Oma in verschiedensten Varianten serviert bekommen habe – liebe ich Maultaschen noch heute ganz klassisch in kräftiger Fleischbrühe mit Zwiebelschmelze (die war dieses Mal so gut, dass sie es nicht auf das Foto geschafft hat!), dazu schmatzender Kartoffelsalat, ja ihr habt richtig gehört, schmatzender Kartoffelsalat. Dazu später mehr…

Hausgemachte schwäbische Maultaschen mit köstlichem Kartoffelsalat

Maultaschen sind für mich der Inbegriff der schwäbischen Küche. Es gibt sie in zahlreichen Varianten… Maultaschen in der Brühe, geschmelzte Maultaschen, gratinierte Maultaschen in Tomatensauce, gebratene Maultaschen auf Salat, gebratene Maultaschen mit Ei und Käse (das gibts manchmal als schnelles Abendessen) oder meine Lieblingsvariante in der Fleischbrühe mit Kartoffelsalat. Für so manch einen mag diese Kombi etwas seltsam oder befremdlich sein. Vor allem dann, wenn beobachtet wird, wie zuerst ordentlich Brühe aus dem Teller gelöffelt wird und dann eine große Portion noch lauwarmer, schmatzender Kartoffelsalat in den Teller auf die noch übrige Brühe gehäuft wird. „Das wird ja eine richtige Mantsche!“ „Ach was, das MUSS so!“ Und ja, das muss so wirklich, denn so schmeckts einfach am besten!

Wenn ich genügend Zeit habe, bereite ich die Maultaschen am liebsten frisch und auf Vorrat (oder für die ganze Nachbarschaft 😉 ) zu. Die Füllung für meine Maultaschen halte ich dabei immer klassisch, variiere jedoch je nach Jahreszeit bei den Kräutern. Im Frühling gebe ich z.B. gerne etwas frischen Bärlauch dazu, im Winter, wenn es etwas deftiger sein darf, mische ich gedünsteten Lauch unter. Für die Fleischmasse verarbeite ich feinstes Kalbsbrät und gemischtes Hackfleisch. Anstelle von Kalbsbrät, kann man natürlich auch Bratwurstbrät verwenden, dadurch wird die Füllung deutlich pikanter. Wichtig bei der Füllung der Maultaschen ist, dass ihr alle Zutaten gut miteinander vermengt und die Füllung kräftig würzt und abschmeckt. Der Nudelteig (je nachdem wie dick ihr in auswellt) mildert den Geschmack noch mal um einiges und es wäre ja schade, wenn die Maultaschen dann mit wenig Geschmack daher kommen.

Hausgemachte schwäbische Maultaschen mit köstlichem Kartoffelsalat

Die Maultaschen lasse ich entweder in einem großen Topf voller Fleischbrühe oder (wenn ich sie einfriere oder an die Nachbarschaft verteile) in reichlich Salzwasser gar ziehen. Serviert wird wahlweise in Fleischbrühe (so mag ich es am liebsten) oder in Gemüsebrühe, ganz wie ihr mögt.
Und nun zum Kartoffelsalat! Ich sagte ja bereits, dass der schmatzen muss. „Wie der Kartoffelsalat soll schmatzen?“ fragte mich Herr S., als ich ihm zum ersten Mal in München die Machart des schwäbischen Kartoffelsalates gezeigt habe. Das schmatzende Geräusch kommt zustande, wenn man mit einem Löffel durch den Salat geht. Das liegt am Essig-Öl-Dressing, das sich rund um die Kartoffeln schmiegt und beim Umrühren ein schmatzendes Geräusch erzeugt. Der schwäbische Kartoffelsalat ist ein absoluter Klassiker und lässt sich am besten mit schönen Salatkartoffeln zubereiten. Für meinen Kartoffelsalat verwende ich am liebsten die Sorte Sieglinde. Schon als Kind habe ich das gewusst, denn mein Opa hat mir auf dem Kartoffelfeld immer wieder von den Salatkartoffeln namens Sieglinde erzählt „Mit denne kohsch dr beschde Grombierasalad macha!“

Hausgemachte schwäbische Maultaschen
 
Für ca. 25-30 Maultaschen
Zutaten
Für den Nudelteig
  • 300 g Weizenmehl Type 405
  • 3 Eier (M)
  • eine Prise Salz
Für die Maultaschenfüllung
  • 2 altbackene Weißbrot-Brötchen (Semmeln)
  • 400 g gemischtes Hackfleisch vom Metzger frisch gewolft
  • 500 g Kalbsbrät vom Metzger
  • 250 g frischer Blattspinat
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Zwiebel
  • ½ Bund Blattpetersilie
  • neutrales Öl
  • 3 Eier (M)
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • Muskatnuss
Zubereitung
Für den Nudelteig
  1. Mehl, Eier und eine Prise Salz in eine Rührschüssel geben und zu einem geschmeidigen Nudelteig verkneten. Teig zur Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Für die Füllung
  1. Die Brötchen in kaltem Wasser einweichen.
  2. Hackfleisch und Kalbsbrät in eine große Schüssel geben und gut vermengen.
  3. Blattspinat putzen und waschen, in einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen und den Spinat portionsweise in der Pfanne zusammenfallen lassen. Spinat gut ausdrücken und klein hacken.
  4. Frühlingszwiebel waschen und fein schneiden.
  5. Zwiebel schälen, würfeln und in der Pfanne in etwas Öl in ca. 5 Minuten glasig andünsten.
  6. Petersilie waschen, trockenschütteln und fein hacken.
  7. Die Brötchen gut ausdrücken und zusammen mit gehacktem Spinat, Frühlingszwiebeln, glasigen Zwiebeln und gehackter Petersilie zur Fleischmasse geben. Die Eier dazugeben und alles zu einer gleichmässigen Masse vermengen. Die Füllung kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
Maultaschen füllen
  1. Den Nudelteig nochmals gut durchkneten, dann portionsweise mithilfe einer Nudelmaschine zu dünnen Teigbahnen mit einer Breite von ca. 15 cm auswellen. Die Füllung mit einem Spatel mittig auf die Teigbahn auftragen, dabei die Kanten (oben und unten) frei lassen. Die Unterkante vorsichtig über der Füllung zur Mitte einschlagen, anschließend mit kaltem Wasser einstreichen. Dann die Oberkante nach unten schlagen, so werden die Maultaschen verschlossen.
  2. Mit einem Kochlöffel vorsichtig die einzelnen Maultaschen markieren und leicht zusammendrücken, dann mit einem scharfen großen Messer in einzelne Maultaschen schneiden. Hinweis: Die Ränder der Maultaschen müssen nicht komplett mit Teig verschlossen sein, durch das Ei geht beim Garziehen der Maultaschen nichts von der Füllung verloren!
Maultaschen Garziehen
  1. Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser aufkochen lassen und die Maultaschen darin portionsweise bei siedender Temperatur (nicht mehr sprudelnd kochend!) in ca. 8-10 Minuten garziehen.
  2. Maultaschen in Fleischbrühe mit Zwiebelschmelze und Kartoffelsalat (Rezepte siehe unten) servieren.

 
Hausgemachte köstliche Fleischbrühe
700 g Ochsenschwanz
600 g Beinscheibe vom Rind
4-5 Rinderknochen (mit Mark)
3 l kaltes Wasser
2 Zwiebeln mit Schale
5 Karotten
1 Stange Lauch
1/2 Knollensellerie
1 kleine Pastinake
5 Stiele Blattpetersilie
schwarzer Pfeffer, ganz
1 Lorbeerblatt

Die Zwiebeln halbieren und in einem großen Topf bei großer Hitze ohne Fett mit den Schnittflächen nach unten rösten, bis sie sehr dunkel sind.
Karotten, Lauch, Sellerie und Pastinake putzen, ggf. schälen, waschen und in grobe Stücke schneiden. Das Gemüse zusammen mit den Rinderknochen zu den Zwiebeln in den Topf geben und kurz mitrösten. Ochsenschwanz und Beinscheibe hinzugeben und mit 3 Liter kaltem Wasser aufgießen. Petersilie, Pfefferkörner und Lorbeerblatt dazugeben und alles einmal aufkochen lassen.
Das Ganze bei kleiner Hitze offen ca. 2-3 Stunden köcheln lassen. Anschließend die Brühe durch ein feines Sieb abgießen. Die Fleischbrühe salzen und pfeffern, erneut aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Dann ist sie fertig zum Servieren.

Die Fleischbrühe ist gemacht und nun ist der Kartoffelsalat an der Reihe!

Hausgemachter Kartoffelsalat
1 Kg Salatkartoffeln (z.B. Sieglinde)
1 Zwiebel
1 EL neutrales Öl
200 ml Fleischbrühe
1 EL Dijonsenf
2-3 EL Weißweinessig
1/2-2 EL Olivenöl
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
eine Prise Zucker
Muskatnuss

Die Kartoffeln mit Schale kochen, sie sollten nicht zerfallen.
Kartoffeln abgießen und etwas ausdampfen lassen. Noch lauwarm pellen und in Scheiben schneiden. Kartoffeln in eine Schüssel geben.
Zwiebel schälen, fein würfeln und in einem Topf in etwas Öl anschwitzen, bis sie glasig sind.
Zwiebeln mit der Fleischbrühe ablöschen, den Senf und den Weißweinessig einrühren. Das Dressing über die Kartoffeln geben und alles gut vermengen.
Den Salat mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und Muskatnuss kräftig abschmecken.

Nun fehlt zum puren Maultaschenglück nur noch die feine Zwiebelschmelze und das Festessen kann beginnen!

Hausgemachte Zwiebelschmelze zu Maultaschen
2 Zwiebeln
neutrales Öl
etwas Butter

Die Zwiebeln schälen, in Ringe schneiden und in einer Pfanne in einem guten Schuss Öl goldgelb anschwitzen.
Zum Schluss etwas Butter unter die Zwiebeln geben.

Lasst es euch schmecken! Ach ja, wie esst ihr eure Maultaschen denn am liebsten? 

Schwäbisch vegetarisch {Buch-Rezension}

Wie ihr ja wisst, komme ich aus dem schönen Schwabenländle. Genauer gesagt direkt aus Stuttgart! Dort bin ich aufgewachsen und dann mit 19 Jahren in meine Wahlheimat München zu Herrn S. gezogen.
Heute möchte ich euch ein Buch aus der Heimat vorstellen. Joanna Karon aus Neckarsulm ist die Bloggerin von Die Küchenzucker Schnecke. Sie hat vor ein paar Wochen im Ulmer Verlag das Buch Schwäbisch vegetarisch raus gebracht.

Schwäbisch vegetarisch Ulmer Verlag Joanna Karon
(© Ulmer Verlag)

Das Buch ist voll mit leckeren schwäbischen Rezepten. Wie der Titel schon sagt, hat Joanna schwäbische Klassiker in vegetarische Varianten umgewandelt. Das ist super, denn viele schwäbische Gerichte beinhalten Fleisch oder Wurst. Wenn ich da an die klassischen Dinnede, die Maultaschen mit Brät, Fleischküchle, Schupfnudeln mit Kraut und Speck usw. denke. Aber von Gaisburger Marsch bis zu den berühmten Maultaschen ist alles in vegetarischer Variante drin!
Bei vielen Gerichten gibt es eine Alternative oder eine vegane Variante. Die Buchseiten sind sehr schön und bunt aufgemacht. Eine Doppelseite beinhaltet immer ein Rezept und das dazu gehörige Foto. Die Fotos sind sehr schön, regen zum Kochen und Backen an und machen Lust auf die Rezepte. Besonders gut gefällt mir die familiäre Note, die das Buch hat. Die entsteht meiner Meinung nach dadurch, dass man auf den Fotos auch mal Menschen oder Hände sieht und bewusst traditionell-häusliches Geschirr für die Präsentation der Gerichte auf den Fotos gewählt wurde. Bei den Rezepten gibt es jeweils eine Schwierigkeitsgrad-Einstufung, die Dauer der Zubereitungszeit, einen kleinen Einführungstext zum jeweiligen Rezept und eine übersichtliche Auflistung aller im Rezept benötigten Zutaten.
Auf den letzten Seiten findet man im Serviceteil auch Adressen für Bezugsquellen für Gewürze, Mehl und Getreide sowie vegane Köstlichkeiten.

Damit ihr – wie bei jeder Buch-Rezension – einen kleinen Einblick über die Rezept-Vielfalt erhaltet, habe ich euch wieder meine Favoriten ausgewählt:
Es gibt Kartoffelkräuterkuchen, Gemüsebrühe mit Kräuterflädle, Schwäbischer Kartoffelsalat (so wie ich ihn auch mache mit Brühe!), ein Grundrezept für Gemüsemaultaschen, Kartoffel-Kürbis-Schupfnudeln auf winterlichem Gemüse, Semmelknödel mit Pilzrahmsauce, Flachswickel und Trollinger Rührkuchen.

Wer also die schwäbische Küche mag, und vegetarisch isst oder auch gerne mal zur Abwechslung fleischlos kocht, der ist mit diesem Buch gut bedient.

Joanna Karon
Schwäbisch vegetarisch

50 Rezepte
Ulmer Verlag, Januar 2016
ISBN: 978-3-8001-1268-5
16,90 €
128 Seiten, 133 Farbfotos, 17 x 23 cm

Hühnersuppe – Lieblingsmedizin {Reklame}

Wenn Herr S. und ich so richtig erkältet sind, dann gibts bei uns immer einen großen Topf voller Hühnersuppe! Unsere Lieblingsmedizin. Schon als Kind hat die Hühnersuppe meiner Mutter immer Wunder bewirkt. Heute muss ich sie selbst kochen, aber glücklicherweise köchelt die Suppe ja schön selbst vor sich hin, sodass es auch Hühnersuppe geben kann, wenn es einem nicht ganz so gut geht.

Für meine Suppe kaufe ich beim Metzger ein ganzes Suppenhuhn und dazu noch ein Hähnchenschenkel. Das Suppenhuhnfleisch schmeckt meistens zu zäh, deshalb zerzupfe ich am Ende des Kochens das Fleisch vom Schenkel und gebe es in die fertige Brühe. Meistens koche ich eine große Portion Hühnersuppe, davon essen wir dann ein paar Tage in Folge oder ich friere eine Portion ein. Meistens gibts bei uns zur Suppe ein paar Maultaschenstreifen oder Flädle (da kommt die Schwäbin in mir durch!) oder Grießnockerln aus Dinkelgrieß. An Gemüse kommen bei uns etwas vom gekochten Suppengemüse und Erbsen in die Suppe.

Hühnersuppe
Leider war der Akku meiner Kamera leer, so dass für diesen Beitrag das Instagram-Foto herhalten muss. 😉

Lange Zeit mussten wir das Kochen der Suppe auf zwei Töpfe verteilen, denn wir hatten keinen so großen Topf, dass die Unmengen an Suppengemüse, das ganze Huhn sowie der Hähnchenschenkel Platz im Topf gefunden haben. Das war dann immer etwas umständlich, denn am Ende musste man alles doppelt abgießen, zusammenschütten usw.. Aber jetzt habe ich einen neuen Topf, der wie gemacht ist für unsere Lieblingssuppe! Der Kochtopf von Zwilling aus der Serie Moment hat einen Durchmesser von 24 cm und ein Fassungsvermögen von 6 Litern. In diesen Topf bekomme ich alle Zutaten locker rein! 😉 Er ist wunderbar schlicht im Design, was mir sehr gut gefällt, leicht zu reinigen und besonders gut gefällt mir die Markierung für die Literzahlen im Inneren des Topfes. Gerade bei Gerichten, wie Suppen etc. ist das sehr hilfreich, da man so sehen kann, wie viel Wasser man aufgefüllt hat, bzw. auffüllen muss. Wer es gerne schlicht und einheitlich mag, ist mit der Serie bestens bedient, denn es gibt noch zwei weitere Töpfen in etwas kleineren Größen.
Der große Topf ist neben der Hühnersuppe auch noch ideal für große Portionen Chili con Carne (z.B. für die nächste Party), Gulasch und zum Knödel bzw. Ravioli/Tortellini garen, denn alles was gegart wird hat so schön viel Platz.

Und nun zum Rezept für meine absolute Lieblingsmedizin!
Geht auf den Markt, kauft eine Knolle Sellerie, ein Bund Möhren, frische Petersilie, eine Stange Lauch, zwei schöne Zwiebeln, ein Stück Ingwer und ein kleines Bund frische Lorbeerblätter. Beim Metzger schnappt ihr euch noch ein Suppenhuhn sowie ein Hähnchenschenkel und los gehts:

Hühnersuppe
für mind. 6 Portionen
Zubereitungszeit
20 min
Koch-/Backzeit
2 hr 30 min
Zubereitungszeit
20 min
Koch-/Backzeit
2 hr 30 min
Zutaten
  1. 1 Suppenhuhn (küchenfertig)
  2. 1 Hähnchenschenkel
  3. 1 mittelgroße Sellerieknolle
  4. 1/2 Bund Möhren (ca. 6 Stück)
  5. 1 Stange Lauch
  6. 2 Zwiebeln (mit schöner, sauberer Schale)
  7. 2 cm Ingwer
  8. 1/2 Bund Petersilie
  9. 10 Pfefferkörner
  10. 2 frische Lorbeerblätter
  11. Salz
  12. frisch gemahlener Pfeffer
  13. 200 g TK-Erbsen
  14. wahlweise Maultaschen, Grießnockerln, Flädle, Nudeln
Zubereitung
  1. Den Bürzel (Fettdrüse) vom Suppenhuhn abschneiden, das Huhn innen und außen kalt abwaschen. Hähnchenschenkel ebenfalls kalt abwaschen, beides in den Topf legen und mit kaltem Wasser auffüllen, bis das Huhn gut bedeckt ist. Etwas Salz hinzufügen und aufkochen.
  2. Mit einer Schaumkelle den austretenden Schaum abheben.
  3. Sellerie und Möhren schälen und in grobe Stücke schneiden. Lauch waschen und ebenfalls in Stücke schneiden. Die Zwiebeln halbieren, Ingwer schälen und in Scheiben schneiden.
  4. Das Suppengemüse in den Topf geben. Die Petersilie waschen und die Hälfte davon zusammen mit den Pfefferkörnern und den Lorbeerblättern in den Topf geben.
  5. Alles bei mittlerer Hitze in ca. 2-3 Stunden köcheln lassen.
  6. Suppenhuhn und Hähnchenschenkel aus dem Topf nehmen. Die Brühe durch ein Sieb abgießen und die Sellerie- und Möhrenstücke (nach Belieben auch den Lauch) zurück in die Brühe geben.
  7. Das Fleisch vom Hähnchenschenkel lösen, in kleine Stücke schneiden oder zupfen und zusammen mit den Erbsen in die Brühe geben. Alles einmal aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Hühnersuppe nach Belieben mit Maultaschen, Flädle, Grießnockerln oder Nudeln servieren.
Tipp
  1. Maultaschen, Flädle und Nudeln können direkt in der Brühe heiß gemacht werden. Grießnockerln lieber zuvor in Salzwasser gar ziehen und dann in die Brühe geben, so "verfettet" die Suppe nicht durch die Butter, die beim Garen aus den Nockerln austritt.
Schätze aus meiner Küche http://www.schaetzeausmeinerkueche.de/

Viel Spaß beim Suppelöffeln!