Fotografie al dente {Buch-Rezension}

Zu einem schönen Blog gehören – finde ich – ansprechende und schöne Fotos der präsentierten Rezepte, oder?
Wenn ich dabei denke, wie unerfahren ich mit dem Fotografieren (eine Kompaktdigicam war’s damals noch) begonnen habe, dann kräuselt es mich total. Meiner Meinung nach kann man schon ganz tolle Fortschritte bei meinen Fotos sehen, die im Laufe der Zeit durch a) die Anschaffung einer DSLR-Kamera b) die Anschaffung eines 50 mm Festbrennweite und c) die Erfahrung zustande gekommen sind. Dazu kam aber auch noch ein toller Ratgeber in Sachen Foodfotografie, den ich nicht mehr missen möchte. Und deshalb möchte ich euch heute das tolle Buch vorstellen.

Fotografie al dente Franzis Verlag

(Bild: Franzis Verlag, Fotografie al dente, ISBN: 978-3-645-20269-5)

Fotografie al dente – So kommt die Pasta richtig aufs Bild, von den Fotografinnen Jana Mänz, Dr. Susan Brooks-Dammann und Corinna Gissemann, erschienen im Franzis-Verlag (2013)

Da es sich bei diesem Buch nicht um ein Kochbuch handelt, welche ich ja sonst rezensiere, werde ich mich nicht an die übliche Vorgehensweise zur Rezension (Gestaltung, Inhalt, Rezepte, Fazit) halten. 😉

In Foodfotografie al dente wird dem Leser ein Grundwissen in den Bereichen Foodstyling, Komposition des Sets, Licht (mit Diffusor und Aufheller), Bildbearbeitung und Fotoequipment vermittelt. Der Inhalt gliedert sich in folgende Kapitel: Foodausrüstung für Einsteiger, Aufbauten und Lichtquellen, Auf die Zubereitung kommt es an, Angerichtet: Food fotografieren, Kreative Fotoküche, Würzen und verfeinern, Ausflug ins Web der Foodies.
Ich werde euch nun die Inhalte der Kapitel kurz vorstellen, so bekommt ihr meiner Meinung nach einen guten Eindruck und Überblick über dieses geniale Food-Fotografiebuch.

Foodausrüstung für Einsteiger
In einem Interview mit der Foodfotografin Corinna Gissemann (Autorin) erfährt der Leser zunächst, was sie unter Foodfotografie versteht, was es zur Foodfotografie braucht und woher sie ihre Props (Accessoires für die Fotografie) her nimmt. Durch das Interview wird klar, dass Foodfotografie in diesem Buch nicht’s mit künstlich, angemaltem Essen & Co zu tun hat! Und das ist auch mir persönlich sehr wichtig, da ich ebenfalls der Meinung bin, dass man wunderschöne Foodfotos ohne künstliche Zusätze usw. knipsen kann. Und ich finde es auch sehr wichtig, dass man das abgelichtete Essen im Anschluss auch essen kann. 😉
Nun zum Kapitel Foodausrüstung: Hier gibt’s wesentliche Tipps bezüglich Kamerawahl, Objektiv, Stativ, Fotolampe und Lichtformer. Es werden Vor- und Nachteile von Kommpaktkamera und DSLR abgewogen, Objektive empfohlen, die für die Foodfotografie geeignet sind und Beispielfotos mit unterschiedlichen Objektiven gezeigt.
Im Buch gibt’s viele Rezepte, die zubereitet werden und anschließend selbst fotografiert werden können. Sozusagen als Foodfotografie-Workshop, denn es gibt Tipps für’s Anrichten und Fotografieren.

Aufbauten und Lichtquellen
Zunächst geht’s um das Bildformat (JPEG oder RAW), dann um die Einstellung der Bestmöglichen Bildqualität und um den Weißabgleich für die Farbwiedergabe. Als optimale Lichtquelle wird ein großes, helles Fenster zur Ostseite empfohlen. Es werden auch Fotobeispiele gezeigt mit unterschiedlicher Kelvinzahl (Licht). Nun gibt’s Tipps zum Setaufbau mit unterschiedlichen Lichtquellen. Das finde ich toll, denn so sieht man mal, wie ein Set richtig aufgebaut werden sollte und was für Unterschiede ein unterschiedlicher Lichteinfluss und unterschiedlicher Aufbau doch macht.
Zur Übung gibt’s einen kleinen Workshop mit einer Lichtlampe als künstliches Licht (z.B. für’s Fotografieren am Abend oder im Winter). Auch zur Fotografie im Lichtzelt werden einige Worte gesagt.

Auf die Zubereitung kommt es an
Hier geht’s um den Aufbau des Sets im Hinblick auf Ästhetik. Es werden Tipps für’s Arrangieren der Gerichte, Tipps zu einzelnen Props und Unter- bzw. Hintergründen gegeben. Hier gibt’s auch einen Anleitung für ein Shabby-Chic Holzbrett als Untergrund und Tipps für die Farbgestaltung des Fotos. Auch zu der Verwendung von Zutaten und die optische Gestaltung der Gerichte auf Tellern & Co werden einige Worte gesagt. Als Workshop gibt’s das Thema Spaghetti mit Tomatensoße.

Angerichtet: Food fotografieren
Nun geht’s um die Komposition des Bildes und um die Bildgestaltung. Dem Leser werden Tipps vermittelt, wie das Gericht am besten abgelichtet wird, in welchem Winkel usw. Hier werden sehr viele Fotos gezeigt, so dass man immer vergleichen kann und die Unterschiede heraus sehen kann. Als Workshop gitb’s hier die Fotografie von Rosmarin-Kartoffeln.

Kreative Fotoküche
In diesem kreativen Kapitel werden dem Leser fotografische Tipps und Tricks vermittelt, um das beste aus den Fotos rauszuholen. Auch zum Thema bewegte Fotos, wie z.B. Cookie-Splash gibt’s Experimente. Der Leser wird auch über häufige Fehler in der Foodfotografie aufmerksam gemacht.

Würzen und verfeinern
Hier geht’s um Bildbearbeitung in verschiedenen Programmen. Vorgestellt werden die Programme Picasa, Lightroom und Photoshop.
Zum Schluss gibt’s noch Hinweise zu den Punkten Veröffentlichung der Bilder im Internet, bekannte Foodfotografen, tolle Foodblogs, Onlinemagazine zur Foodfotografie und Foodbildagenturen.

Fazit
Das Buch ist voller wunderschöner Bilder, die alle mit genauen Angaben bezüglich Isowert, Lichtstärke, Verschlusszeit und Blendenzeit versehen sind.
Durch die verschiedenen Workshops wird der Leser dazu angeregt, Neues auszuprobieren und sich mit seiner Kamera auseinander zusetzen. Das Buch ist gerade für Anfänger perfekt, denn es vermittelt ein breites Spektrum an Know-how für den Einstieg in das Thema Foodfotografie.
Ich kann es nur jedem Einsteiger/Anfänger in diesem Bereich ans Herz legen, denn es macht wirklich Spaß darin zu schmökern, sich anschließend auszuprobieren und allmählich die Fortschritte auf den eigenen Fotos zu betrachten.

Übrigens: Hier gibt’s unten auf der Seite eine Leseprobe (grüner Button)

Eure Marie mit Herz  

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