Kartoffelliebe {heiße Suppe}

Kartoffelcremesuppe

Als es letzte Woche ein paar Tage etwas regnerisch und trüb war, kam bei mir sofort die Lust auf cremige Suppen auf!
Ich liebe Suppen, die von Innen wärmen und schön cremig sind: Kürbiscremesuppe, Pilzcremesuppe, Möhrencremesuppe, Süßkartoffelsuppe, im Sommer eine Tomatencremesuppe und dann gibt’s da natürlich noch die feine Kartoffelcremesuppe!

Da ich schon als kleines Kind in Kartoffeln vernarrt war, bringen Gerichte mit Kartoffeln heute noch ein klitzekleines Gefühl von „Heimat“ mit auf den Teller. Egal ob Kartoffestampf, cremiges Kartoffelpüree, schwäbischer Kartoffelsalat von Mama oder Großmutter, Bratkartoffeln, Kartoffelgratin oder die Kartoffelcremesuppe mit Saitenwürstle (so heißen die Wienerle im Schwobaländle) – alles ist herzlich willkommen! 🙂
Regelmäßig gab es bei uns Pellkartoffeln, die ich dann mit Butterflöckchen, etwas Kräuterquark und Käsewürfeln gegessen habe. Und natürlich mit viel Salz darüber. Meist habe ich alles mit einer Gabel fein zerdrückt und vermischt… oh je, sah das aus 😀
Das Kartoffelpüree habe ich nicht selten (unter einem nicht ganz so glücklichen Blick meiner Mutter) mit einer gehörigen Portion Ketchup „verfeinert“, es war dann immer so schön rosa und die Saitenwürstle, die uns Mama dazu klein geschnitten hatte sind schön untergerührt worden.
Auch das Kartoffelgratin wurde immer mit einem Klecks Ketchup vollendet… ja, das war meine Ketchup-Zeit. Heute gehört Ketchup bei mir nur noch auf einen Burger, Hotdog, Pommes Frites oder zum Barbecue.

Nun zur Kartoffelcremesuppe.
Wir Kinder haben sie früher meistens mit Saitenwürstle und Brotwürfeln oder Backerbsen gegessen. Für meinen Vater gab es dann manchmal auch statt Saiten etwas kräftigere Würste, wie Debreziner in die Suppe. Das mochten wir damals aber noch nicht…
Heute finde ich es grandios! In die Kartoffelsuppe gebe ich nun meistens eine Mischung aus Saitenwürstle und Brühpolnischen oder Debreziner (was der Metzger halt grad so da hat).
Dazu gibt’s frischgebackene Crôutons aus entrindetem Toastbrot.

Für 4 Personen

Ihr braucht: 700 g mehligkochende Kartoffeln, 150 g Knollensellerie, 150 g Möhre, 1 Zwiebel, 1-2 EL Olivenöl, 1 l Rinderfond (alternativ Gemüsefond), 1 Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, Frisch geriebene Muskatnuss, 4 Wiener-Würstchen, 2 Debreziner oder Brühpolnische Würste, 2 Stängel Petersilie, 1 TL Butter, 250 g Sahne

Das Gemüse putzen, waschen und in grobe Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch abziehen und ebenfalls würfeln.
Das Gemüse mit den Zwiebel- und Knoblauchwürfeln in Olivenöl in einem großen Topf in ca. 3-5 Min. andünsten.
Mit dem Rinderfond ablöschen und offen bei reduzierter Hitze ca. 40 Min. köcheln lassen.

Die Würstchen in Scheiben schneiden und in einer kleinen Pfanne in zerlassener Butter kurz anbraten. Pfanne vom Herd nehmen.
Die Petersilie abbrausen, trocken schütteln und fein hacken.

Die Suppe vom Herd nehmen und mit einem Pürierstab fein pürieren. Das Gemüsepüree mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und mit der Sahne aufgießen.
Die Suppe je nach Belieben nochmals aufkochen.

Suppe mit den Würstchen in tiefen Tellern servieren.
Dazu schmecken frisches Bauernbrot, Baguette oder in Butter gebratene Crôutons.

Eure Marie ♥

 

Eure Marie mit Herz  

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