Das Schweden Kochbuch {Buch-Rezension}

Köttbullar

Heute gibt es noch eine Buch-Rezension von mir.
Als Teenie habe ich die Inga Lindström-Filme im ZDF am Sonntagabend geliebt!
Die Landschaften haben mich jedes Mal regelrecht verzaubert und ich habe mir dann immer vorgestellt, wie es wäre, ein eigenes kleines, rotes Holzhäuschen an einem See zu haben, Blaubeeren im Wald vor dem Haus sammeln zu können und leckeren Fisch direkt am See, frisch von der Angel zu grillen…
Nun ja, das ist natürlich die Film-Idylle… aber schön finde ich die Vorstellung noch heute!

Vor Kurzem habe ich euch ja schon die Zimtwecken – die es traditionell an Midsommar in Schweden gibt – vorgestellt. Da habt ihr vielleicht schon gemerkt, dass ich eine Vorliebe für die schwedische Küche habe.
Und drum freue ich mich auch sehr, dass ich euch heute das wundervolle Schweden Kochbuch von Margareta Schildt Landgren vorstellen darf.
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Gerstenberg-Verlag bedanken, der mir dieses schöne Buch zur Rezension gestellt hat.

Buchcover Schweden Kochbuch

Das Schweden-Kochbuch ist voll mit Rezepten,unterteilt in vier Kapiteln: Winter, Frühling, Sommer und Herbst. Auf vielen Seiten findet man prächtige Farbbilder, jedoch nicht zu jedem Rezept – was auch mein einziger Kritikpunkt ist. Aber das liegt einfach daran, dass ich es bevorzuge, zu jedem Rezept auch ein Bild zu haben.
Zu jedem Kapitel gibt es einige einleitende Worte und auch traditionelle Feste, wie z.B. das Lucia-Fest und das Krebsessen im Sommer werden beschrieben. Dazu gibt es dann passende Rezepte.

Hier eine kleine Auswahl an Rezepten:

Schwedischer Garnelencocktail, Haselnussmakronen, Zimtschnecken, Graves Lachs (mit Graves-Lachs Sauce), Vollkornbrot, Zitronenschnaps, Pfefferkuchen…

Sehr schön finde ich, dass es neben traditionell-schwedischen Rezepten auch Rezepte für z.B. Holunderblütensirup oder Himbeereis gibt. Insgesamt liefert das Buch 106 feine Rezepte, für Frühstück, Mittagessen, Kaffe & Kuchen und Abendessen. Das Buch ist liebevoll und bunt gestaltet und macht gleich zu Beginn große Lust darin zu blättern.
Bei der Fülle an köstlichen Rezepten fällt die Entscheidung für ein Gericht gar nicht leicht…

Köttbullar

Und was wäre ein schwedisches Kochbuch ohne die allerseits bekannten Köttbullar?
Genau die möchte ich euch heute vorstellen.

Für 4 Portionen

Für die Köttbullar
4 EL Semmelbrösel mit 4 EL kaltem Wasser in eine Rührschüssel geben und etwa 5 Min. quellen lassen.
Eine Zwiebel abziehen und auf der Küchenreibe fein reiben (vorsichtig, es brennt ziemlich in den Augen 😉 ).
400 g gemischtes Hackfleisch mit 2 EL der geriebenen Zwiebeln zu den Semmelbröseln geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles zu einem glatten Fleischteig verkneten und ca. 20 Bällchen daraus formen.
Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Bällchen darin rundum anbraten.
Nun die Hitze reduzieren und in ca. 10-12 Min. fertig garen.

Für die Braune Sauce
300 ml Wasser im Wasserkocher aufkochen und in die Pfanne mit dem Bratensatz gießen und loskochen.
1 EL Rinderbrühe (Instant) hinzufügen und zum Kochen bringen.
3 EL Mehl mit etwas kaltem Wasser anrühren und langsam unter die Flüssigkeit in der Pfanne einrühren.
200 ml Sahne dazugießen und die Sauce ca. 5 Minuten köcheln lassen. Mit 2 TL Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu serviert man Kartoffelpüree, Bratkartoffeln, Salzkartoffeln oder Pommes Frites, die man währenddessen zubereiten kann.
Typisch schwedisch wird’s mit Preiselbeeren.

Köttbullar

Fazit: Das Rezept ließ sich super umsetzen, gelingt leicht und schmeckt wirklich lecker.
Aus diesem Buch wird es sicher noch einige feine Sachen geben.
Und beim Durchblättern habe ich mir schon ein paar Rezepte notiert, die ich gerne zubereiten möchte, wenn Gäste kommen.

Eure Marie mit Herz  

4 thoughts on “Das Schweden Kochbuch {Buch-Rezension}

  1. Danke für Deine Rezension! Ich habe dieses Buch vor einiger Zeit auf meine Wunschiste gesetzt, als ich gesehen habe, dass es bald erscheint.
    Ich bin auch ein Skandinavien-Fan (war aber noch nie dort ^^).
    Das Rezept zu den Köttbullar gefällt mir gut. Mir ist es immer wichtig, dass die Rezepte aus „normalen/üblichen“ Zutaten bestehen und man nicht extra in Spezialitätengeschäften kaufen muss.
    Hast du den Eindruck, dass die Rezepte im Buch allgemein recht einfach und bodenständig gehalten sind?
    Dann wäre es genau richtig für mich 😉
    Ich brauche übrigens auch immer Bilder zu Rezepten, finde es aber bei einigen Rezepten nicht so dramatisch, wenn diese fehlen.
    Ich habe das Astrid-Lindgren-Kochbuch zu Hause und da sind auch keine Rezeptfotos drin.

    Viele Grüße

    Lunado

    1. Liebe Lunado,

      ja die Rezepte sind wirklich bodenständig, leicht nachzukochen (siehe Köttbullar) und man braucht keine „exotischen“ Zutaten. Das finde ich super!
      Lustig, ich hab auch das Astrid-Lindgren-Kochbuch und da stört es mich auch nicht, da man sich die Gerichte als Kind schon so bildhaft vorstellen konnte, dass alle anderen Bilder nur die schönen Erinnerungen zerstören würden… so geht’s mir jedenfalls, oder?

      Liebe Grüße,
      Marie

      1. Super, dann werde ich mir das Buch bald bestellen :-)
        Ja, ich denke du hast recht. Die Rezepte im Astrid-Lindgren-Kochbuch kommen absolut mit den Vorstellungen aus(und richtig, diese möchte man nicht zerstören).
        Außerdem ist es ja auch mal ganz gut, der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen. Mir passiert es so oft, dass ich beim Backen/Kochen das Rezeptbild im Kopf habe und mich dann oft mit meinem Laienhaften Ergebnis schwer tue :-) Und das kann bei bilderlosen Rezepten nicht passieren.
        Aber trotzdem sind bei eingen Rezepten Bilder wichtig, um sich etwa vorstellen zu können, wie das Ergebnis sein soll/kann.

        Viele Grüße und einen schönen Sonntag,

        Lunado

  2. Mit dem Buch habe ich ja auch schon geliebäugelt:) Von daher freue ich mich über die Rezension. Irgendwie hat die schwedische Küche was, … ich kann es aber gar nicht richtig beschreiben.

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