Heidelbeerkuchen aus „Sweets“

Heidelbeerkuchen aus Sweets

Vor einigen Tagen lag eine heiß ersehnte Büchersendung in meinem Briefkasten: „Sweets“ von Nicole Stich (GU-Verlag). Dieses wunderschöne Buch möchte ich euch unbedingt vorstellen. Als ich es das erste Mal in meinen Händen hielt (damals noch im Buchladen) hatte ich mich sofort in das Buch verliebt… Allein beim Anblick des Coverbildes (Passionsfrucht-Cupcakes mit Himbeerfrosting) läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

Cover Sweets GU Nicole Stich

ISBN: 9783833828928 über GU-Verlag, Autorin Nicole Stich 

Das gebundene (Hardcover) Buch, gefüllt mit rund 75 feinen, süßen Rezepten und zahlreichen großen Farbbildern macht Lust aufs Backen und Ausprobieren der leckeren Rezepte.
Unterteilt in sieben Kapitel: von Frühstück, Snacks und Mittagessen über Teatime und Gartenfest bis zu Dessert und Betthupferl ist alles mit dabei.
Rein theoretisch könnte man also einen ganzen Tag überstehen – nur mit diesen Rezepten… aber lassen wir das lieber – das wäre dann doch ein bisschen zu viel des Süßen! 😉

Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet mit Zutatenliste zu Beginn, dann folgt die Beschreibung der Zubereitung. Toll finde ich, dass bei jedem Rezept der Schwierigkeitsgrad in Sternchen ausgedrückt dabei steht. So kann man sich schnell orientieren und weiß woran Mann/Frau ist.
Ebenfalls erwähnenswert sind die kleinen Tipps und Tricks, die bei so gut wie jedem Rezept am Ende stehen.
Schön zu lesen sind auch die liebevoll geschriebenen Zeilen, jeweils über dem Rezept.
Beispielsweise steht über dem Heidelbeerkuchen-Rezept:

„Dieser Kuchen schmeckt auch nach Tagen noch supersaftig. Das Geheimnis des Gusses steckt in den Waldheidelbeeren, sie sorgen hier für das leuchtende Pink – mit weißfleischigen Kulturheidelbeeren funktioniert es leider nicht. Aber auch Brombeeren und Himbeeren eignen sich für das Rezept.“

Wer noch mehr, außer dem hier vorgestellten Heidelbeerkuchen daraus backen möchte, kauft sich das Buch am Besten gleich – es lohnt sich wirklich! Natürlich besonders für Süßschnäbel…
Meiner Meinung nach wäre das Buch auch ein tolles Geschenk, denn es ist für Jedermann etwas dabei: von Scones, Brotaufstrichen, klassischen Pfannkuchen und Belgischen Waffeln – über Meringue-Tarteletts, Germknödel und Kokosmousse – bis hin zu Kamillenblüteneis mit Holunderbeersirup und Baileys-Brownies.
Wer kann da noch widerstehen?

Übrigens lohnt es sich an dieser Stelle auch mal einen Blick auf Nicole Stichs großartigen Foodblog delicious days (englischsprachig) zu werfen.

Und nun zum Rezept, das ich ausprobiert habe.

1 Kastenform ca. 30 cm Länge

Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Kastenform sehr gut einbuttern und anschließend mit Mehl bestäuben.
125 g (Wald-)Heidelbeeren* verlesen, Bio-Zitrone heiß abwaschen, trocken tupfen und Schale abreiben. An dieser Stelle einen kleinen Tipp: ein Stück Backpapier auf die Reibe legen, so bleibt kein Abrieb zwischen den Reibezähnen hängen.

225 g weiche Butter mit 200 g Zucker in ca. 2-3 Minuten dickcremig rühren. 4 Eier (M) nacheinander unterrühren. Dann 75 g Créme Fraîche, Zitronenschale und 1 Prise Salz dazugeben und ebenfalls unterrühren. Zum Schluss 225 g Mehl und 2 gestrichene TL Backpulver unter den Teig rühren.

Ein Drittel des Teiges in die Form geben, ein Drittel der Heidelbeeren darauf verteilen, weiteres Teigdrittel darüber verstreichen, zweites Drittel Heidelbeeren darüber geben und mit dem restlichen Drittel des Teiges abschließen.
Kuchen im Ofen (Mitte) in ca. 55-60 Minuten backen. Evtl. nach ca. 20 Minuten die Oberfläche der Länge nach mit einem scharfen, spitzen Messer ca. 1 cm tief einschneiden, damit der Kuchen gegen Ende der Backzeit nicht aufreißt.

Fertigen Kuchen (Holzstäbchenprobe) aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten ruhen lassen und dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Restliches Drittel Heidelbeeren mit 2 EL Wasser vermischt mit einer Gabel zerdrücken. Das Püree durch ein Sieb streichen und den Saft auffangen. 100 g Puderzucker mit 2 EL des Saftes zu einem glatten Guss rühren und den Kuchen damit bestreichen. Guss fest werden lassen.

* Es empfiehlt sich Waldheidelbeeren zu nehmen, da die Farbe der Kulturheidelbeeren nicht so schön intensiv färbt.

Heidelbeerkuchen Sweets

Fazit: Die Zubereitung des Kuchens ging superschnell und einfach. Da ich leider keine Waldheidelbeeren – wie im Rezept empfohlen – bekommen habe, hab ich für den Guss Himbeeren verwendet. Der Kuchen ist schön locker und saftig, sieht mit den Heidelbeeren im Teig toll aus und schmecken tut er himmlisch… wer hätte es gedacht? 😉

Mein Tipp: Dieses Rezept ist was für Backneulinge, die mit ihrem (ersten) Backwerk glänzen und Eindruck schinden wollen! Denn so manch einer rührt und rührt – der Kuchen wird am Ende einfach nicht saftig und locker… Hier ist das mit Sicherheit garantiert – vorausgesetzt man hält sich an Mengenangaben und ganz wichtig: Zimmertemperatur der Zutaten!

Viel Spaß beim Backen

Eure Marie ♥

Eure Marie mit Herz  

6 thoughts on “Heidelbeerkuchen aus „Sweets“

    1. Danke :-). Habe den Kuchen gerade in den Backofen geschoben – und bin schon gespannt wie er schmeckt (und bei den Abendgästen ankommt).

      Liebe Grüße,
      Melanie

  1. Hallo Marie,

    geschmeckt hat es gut (auch wenn der Kuchen nicht so gut aussah, wie auf den Foto). Und der rosa Zuckerguss hat doch einige irritiert … ;-).

    Liebe Grüße,
    Melanie

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