Urlaub & Sommer-Focaccia

Seit Sonntag sind Herr S. und ich wieder zurück aus dem Urlaub! Anfang August war ich für eine knappe Woche in Berlin & Umgebung und vergangene Woche waren Herr S. und ich auf Korsika in Calvi. Für mich war es das 8.Mal Calvi und es war wie immer traumhaft schön! Für mich ist Calvi (Les Résidences Pinéa) ein wunderbarer Ort zum Entspannen. Besonders schön finde ich, dass wir immer herzlich in Empfang genommen werden. Am Ende des Urlaubs wären wir am liebsten – wie jedes Mal – einfach dort geblieben…

Calvi Zitadelle
(Calvi mit Zitadelle)

Wir haben viel Sonne getankt und waren unendlich viele Stunden am Strand und im Meer baden. Und wir haben eine tolle Schifffahrt ins Réserve naturelle de Scandola gemacht. Ein wunderbares Naturschutzgebiet ca. 1 Stunde Seeweg-Entfernung von Calvi aus. Man erreicht es nur vom Meer aus. Die malerische Küste mit ihren gigantischen rotbraunen Felsen war atemberaubend schön und ein kleines Highlight waren die vielen Delfine, die wir auf dem Rückweg vom Schiff aus gesehen haben.
Kulinarisch war Calvi natürlich auch ein Traum: Morgens gab es „Une Baguette et deux Croissants (oder Pain au Chocolat)“ vom Korsischen Bäcker um die Ecke. Gefrühstückt haben wir dann am Strand mit Kaffee und Meerblick. Für den Mittagssnack haben wir uns Baguettes mit Korsischem Schinken und Käse, Tomaten und Salat vorbereitet und ebenfalls am Strand verspeist.
Am Abend haben wir dann entweder Brotzeit mit Leckereien aus einem kleinen Korsischen Laden gemacht oder wir waren in Calvi Essen. Besonders gut hat uns das Essen am vorletzten Abend im L’Isula (7 rue Clémenceau, 20260 Calvi) geschmeckt. Ein kleines, feines Restaurant mit edlen Speisen. Wir haben beide das dreigängige Menü gewählt. Herr S. hatte zur Vorspeise die typische L’Assiette de Charcuterie (Korsische Wurstplatte) und ich habe Gambas mit Mango, Crispy Gemüse (es war roh und leicht mariniert) und einer roten, unglaublich leckeren Knoblauchsauce gegessen. Zum Hauptgang gab es bei Herrn S. Wachtel mit Trüffeln und bei mir Rinderfilet mit Sauce Cap Corse. Dazu wurden feines Kartoffel- sowie Möhrenpüree und gebratenes, mediterranes Gemüse gereicht. Zum Dessert hatten wir eine Korsische Käseplatte, Gâteau au Chocolat mit flüssigem Kern und Obst.

Réserve naturelle de Scandola
(Réserve naturelle de Scandola)

Feuerwerk Calvi
(Feuerwerk über der Zitadelle in Calvi zu Napoleons Geburtstag am 15.August)

Am letzten Abend, Samstag den 15.August, gab es das alljährliche Napoleon-Geburtstags-Feuerwerk über der Zitadelle. Das Feuerwerk haben wir mit korsischem Wein, bisschen Knabberzeug und ganz lieben Mit-Urlaubern am Strand bei Meeresrauschen und sterneklarer Nacht genossen. Das Feuerwerk mit dieser gigantischen Kulisse ist wirklich traumhaft schön und natürlich auch super romantisch. 😉

Sommer-Focaccia

Wieder zurück in München – bei etwas milderen Temperaturen und nicht ganz so schönem Wetter wie auf Korsika – haben wir uns heute den Sommer auf den Teller geholt. Es gab eine Sommer-Focaccia, gefüllt mit Pancetta, Mozzarella, Kirschtomaten, gegrillter Paprika und Rucola. Superschnell gemacht, ideal fürs Picknick, Abendessen oder schneller Mittagssnack. Auf Korsika wurde an vielen Ecken Panini oder belegte Baguettes angeboten und davon habe ich mich für diese Focaccia inspirieren lassen.
Auf dem Markt habe ich herrlich aromatische Kirschtomaten und frischen Rucola gekauft, beim Metzger feinen Pancetta-Schinken. Die Focaccia habe ich im Supermarkt gekauft. Am besten nehmt ihr eine fertige Focaccia, die nur noch kurz im Ofen erwärmt werden muss, dann geht’s schneller. Ihr könnt die Focaccia natürlich auch selbst backen. Ein Rezept habe ich hier für euch. Bei der Wahl des Schinkens seid ihr frei. Wir haben Pancetta verwendet, die Focaccia schmeckt aber auch herrlich mit Pata Negra, Culatello-Schinken oder Prosciutto di Parma. Und auch beim Mozzarella könnt ihr wahlweise natürlich auch zum Büffelmozzarella greifen.

Sommer-Focaccia

Sommer-Focaccia
Für 1 Focaccia (ca. 25 cm lang)
Zubereitungszeit
10 min
Koch-/Backzeit
10 min
Gesamtzeit
20 min
Zubereitungszeit
10 min
Koch-/Backzeit
10 min
Gesamtzeit
20 min
Zutaten
  1. 1 Focaccia mit Olivenöl & Kräutern oder Olivenöl & Käse (Fertigprodukt)
  2. 8 Kirschtomaten
  3. 1-2 gegrillte Paprikaschoten (rot) aus dem Glas
  4. 1 Kugel Mozzarella
  5. 3-4 Scheiben Pancetta, Culatello-Schinken oder Prosciutto di Parma
  6. Oregano, Salz & frisch gemahlener Pfeffer
  7. eine handvoll Rucola, gewaschen
  8. gutes Olivenöl (extra vergine)
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Die Focaccia mit einem Brotmesser waagerecht aufschneiden und aufklappen. Die Unterseite auf das Backblech setzen, dünn mit Olivenöl einpinseln und mit Oregano, etwas Salz und frisch gemahlenem Pfeffer einreiben. Die Kirschtomaten waschen und in grobe Stücke schneiden. Paprikaschoten abtropfen und ebenfalls in Stücke schneiden. Kirschtomaten und Paprika auf der Focaccia-Unterseite verteilen, Mozzarella in dünne Scheiben schneiden und ebenfalls auf die Focaccia legen. Mit etwas Olivenöl beträufeln, Salz und Pfeffer darüber streuen und die Focaccia zuklappen.
  3. Focaccia im Ofen (Mitte) in ca. 10 Minuten backen, herausnehmen und die Oberseite vorsichtig abheben. Rucola und Schinken auf dem Mozzarella verteilen, Focaccia zuklappen und in Stücke schneiden.
Tipps
  1. Die gefüllte Focaccia schmeckt warm und kalt.
  2. Anstelle von Kirschtomaten und gegrillter Paprika kann man auch gebratene oder gegrillte Zucchini oder Auberginen verwer
Schätze aus meiner Küche http://www.schaetzeausmeinerkueche.de/

Viel Spaß beim Focaccia-Essen und schöne Sommertage wünscht euch


Krautkopf {Buch-Rezension}

Heute möchte ich euch den Neuzugang aus meiner Abteilung Lieblingskochbücher vorstellen. Das Buch Krautkopf von Susann Probst und Yannic Schon, den Berliner Bloggern des gleichnamigen Blogs. Ein absolutes Traumbuch kann ich euch sagen!
Wer den Blog der beiden kennt, weiß, dass Susann und Yannic äußerst feine und kreative vegetarische Rezepte auf die Teller zaubern. Dabei legen sie viel Wert auf hochwertige, natürliche und saisonale Produkte. Das gefällt mir besonders gut!

Krautkopf Cover
(© 2015 Hölker Verlag, Krautkopf/Susann Probst & Yannic Schon)

Vor etwas mehr als 1 Jahr habe ich den Blog Krautkopf entdeckt und war gleich total begeistert von den wunderschönen Fotos mit den herrlich angerichteten Speisen. Man bekommt sofort Lust auf einen Einkauf auf dem Wochenmarkt und das Kochen!
Von da an habe ich den Blog regelmäßig besucht und immer wieder kleine Notizen gemacht, wenn ich etwas nachkochen wollte. Umso begeisterter war ich, als ich gesehen habe, dass es ein Buch von den beiden geben wird. Mit Spannung habe ich die letzten Tage gewartet, bis es der Paketbote gebracht hat. Und jetzt, bereits nach dem ersten Durchblättern sind Unmengen an Post-its im Buch und ich weiß gar nicht welches Gericht als erstes nachgekocht wird.

Fruchtiges Tomatenrisotto Krautkopf
(© Krautkopf/Susann Probst & Yannic Schon)

Susann und Yannic zeigen in ihrem Buch leckere Gerichte, die vollwertig, ausgewogen und abwechslungsreich sind. Dabei ist ihnen wichtig, dass Kochen und Essen Spaß und glücklich macht. Für die verschiedenen Gerichte holen sich die beiden Inspirationen aus anderen Ländern, z.B. gibt’s einen Teriyaki-Burger. Absolut wichtig sind frische, saisonale und regionale Zutaten. Susann und Yannic ziehen neben einer bunten Mischung an Kräutern auch einen Currybaum für frische Curryblätter auf ihrem Balkon! Gewürze und Getreide kaufen die beiden im Ganzen. Diese werden dann vor der Zubereitung frisch gemahlen. Und ganz bewusst verzichten die beiden auf raffinierten Zucker. Im Buch zeigen sie eine Menge Alternativen für das natürliche Süßen, z.B. beim Lieblingserdbeerkuchen.

Das Buch punktet (wie alle Bücher die im Hölker Verlag erscheinen) in Qualität und Haptik. Das Cover besteht aus einem wunderschönen Bild, das gleich Lust auf ein gemeinsames Essen mit Freunden oder Familie macht. Der Buchtitel ist in dicken, schwarzen Buchstaben eingeprägt und die Buchseiten sind etwas fester, was ich persönlich bei Kochbüchern sehr gerne mag.
Zu jedem Rezept gibt es ein großes, farbenprächtiges Bild. Da bekommt man sofort Lust auf die Gerichte! Zwischen den Rezepten sind immer wieder mehrere Seiten mit Fotos eingeschoben: Yannic beim Kochen an einem Herd in einem wilden Garten oder beim Pilze sammeln, das gemeinsame Essen mit Freunden auf den Dächern über der Stadt, Susann mit einem vollen Apfelkorb, beide beim Picknick auf der Wiese… Das macht das Buch wunderbar harmonisch und authentisch! 
Alle Rezepte sind gekennzeichnet mit den Symbolen vegan, laktosefrei und glutenfrei. So wissen auch Veganer und Allergiker ob das Rezept für sie geeignet ist. Leser des Blogs kennen das bereits von dort, denn auch hier sind die Rezepte so gekennzeichnet. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten geordnet. Es beginnt mit dem Frühling und endet mit dem Winter. Darauf folgen ein paar Grundrezepte und das Register. Zu Beginn erzählen Susann und Yannic ein bisschen über ihre Küche: Wie sie kochen, worauf sie Wert legen, was auf ihrem Balkon wächst, welche Gewürze sie verwenden, wo sie einkaufen usw. Das finde ich sehr spannend!

Gurkensalat mit Erdnusstofu Krautkopf
(© Krautkopf/Susann Probst & Yannic Schon)

Zu fast allen Rezepten gibt es ein paar einleitende Sätze. Susann und Yannic schreiben hier, was besonders an diesem Rezept ist, worauf bei der Zubereitung zu achten ist, wie man variieren kann oder geben Infos zu exotischen Produkten. Die Zutaten der Rezepte sind fein säuberlich am Rand aufgelistet und der Zubereitungstext ist gut verständlich geschrieben, so dass beim Kochen nichts schief gehen kann.
Besonders gut gefällt mir der Abschlussteil mit den Grundrezepten für z.B. Gemüsebrühe und Gelbe Currypaste.
Damit ihr einen kleinen Eindruck vom Buch und den vielfältigen Rezepten bekommt, möchte ich euch aus jedem Kapitel 2 Rezepte nennen, die ich ganz bald nachkochen werde.

Kürbis-Gelbe-Bete-Suppe Krautkopf
(© Krautkopf/Susann Probst & Yannic Schon)

Frühling: Bratkartoffelsalat, Kohlrabisuppe mit Linsen und Lauwarme Kohlrabi-Ravioli mit Kürbiskernpesto
Sommer: Gurkensalat mit knusprigem Erdnuss-Tofu, Frische Polenta mit gegrilltem Gemüsechili und Fruchtiges Tomatenrisotto
Herbst: Ofenkartoffel mit Waldpilzen, Ofengemüse mit Kartoffel-Senf-Püree und Kürbis-Gelbe-Bete-Suppe
Winter: Möhren-Tagliatelle in Mohn-Balsamico-Sauce, Gratinierter Pfannkuchen mit Möhren und Lauch, Gemüseeintopf mit Polentacroutons

Na, habt ihr auch Lust aufs Kochen mit buntem Gemüse bekommen?
Dann kann ich euch das Buch nur wärmstens empfehlen!

Susann Probst & Yannic Schon
Kraut|Kopf vegetarisch kochen und genießen
Hölker Verlag
ISBN: 978-3-88117-955-3
29,95 €
Hardcover
240 Seiten, 20 x 25,9 cm


Dinkelspaghetti mit Brokkoli, Erbsen & Lachs

Aufgrund der etwas milderen Temperaturen in den vergangenen zwei Tagen, habe ich gestern den Herd mal wieder angeheizt.
Es gab fantastisch schmeckende Dinkelspaghetti mit Brokkoli, Erbsen & Lachs. Dieses Pastagericht ist eigentlich eher durch Zufall entstanden und ich hatte – vor dem Einkauf – noch absolut keine Ahnung, was am Abend zu Essen auf dem Tisch stehen würde.

Kennt ihr das, wenn man über den Markt läuft und sich einfach vom Gemüse und Obst und den Produkten die es da so gibt inspirieren lässt? Ich liebe das! Gestern Mittag war ich auf unserem kleinen Pasinger Viktualienmarkt einkaufen und ich habe mich – ohne groß darüber nachzudenken, was ich eigentlich damit kochen möchte – für einen hübschen kleinen Brokkoli, ein paar Erbsen, etwas Salbei und Petersilie entschieden. Und in meinem Lieblingskäseladen habe ich dann noch ein gutes Stück Parmiggiano gekauft.
Als ich dann zu Hause war, habe ich die Einkäufe in den Kühlschrank gepackt und mein Blick fiel prompt auf den geräucherten Lachs, von dem noch ein guter Rest da war. Perfekt, dachte ich mir und hatte plötzlich dermaßen Lust auf die Pasta, die ich euch jetzt präsentiere!

Dinkel-Spaghetti mit Erbsen Brokkoli Lachs
Die Pasta gab es zu später Stund, so dass das Licht sowas von gar nicht mehr fototauglich war! Deshalb also das leicht milchige, trübe und nicht ganz scharfe Foto. Es war aber soo lecker, dass ich euch das Rezept inkl. Foto trotzdem auf dem Blog zeigen wollte.

Ich habe die Pasta mit Dinkelspaghetti zubereitet. Ihr könnt natürlich auch normale Spaghetti oder andere Pasta eurer Wahl verwenden. Anstelle der frischen Erbsen gehen auch TK-Erbsen und ihr Salbei und Petersilie lassen sich auch durch andere Kräuter ersetzen die ihr gerne mögt. Probiert einfach aus, wie euch dieses Pasta-Gericht am besten schmeckt!

Dinkelspaghetti mit Brokkoli, Erbsen & Lachs
Für 2 Personen
Zutaten
  1. 200 g Dinkelspaghetti (oder andere Pasta)
  2. 100 g Erbsen
  3. 100 g Brokkoli-Röschen
  4. 150 g geräucherten Lachs
  5. 1 kleine rote Zwiebel
  6. 1 Knoblauchzehe, frisch
  7. 75 ml Weißwein
  8. 50 + 10 g Butter
  9. Saft von 1/2 Zitrone
  10. 1 EL Petersilie, frisch gehackt
  11. 8 Salbeiblättchen
  12. 1 TL Olivenöl
  13. Salz
  14. frisch gemahlener Pfeffer
  15. Parmiggiano zum Bestreuen
Zubereitung
  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Den geräucherten Lachs in feine Streifen schneiden.
  2. Das Pastawasser aufsetzen und eure Lieblingspasta in reichlich Salzwasser al dente garen.
  3. Währenddessen in einem kleinen Topf etwas Salzwasser aufkochen und die Brokkoliröschen darin ca. 4-5 Minuten blanchieren, herausnehmen, kalt abschrecken und beiseite stellen.
  4. Das Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. Erbsen und 10 g Butter dazugeben und ca. 1-2 Minuten dünsten. Das Gemüse mit Weißwein ablöschen und den Wein bei mittlerer Hitze reduzieren. Salbei und Butter dazugeben, alles umrühren ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze ziehen lassen.
  5. Brokkoli, Lachsstreifen und frisch gehackte Petersilie in die Pfanne geben, einmal vorsichtig umrühren und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
  6. Die fertig gegarte Pasta abgießen und sofort mit dem Gemüse vermischen. Die Pasta mit gehobeltem Parmiggiano bestreuen und sofort servieren.
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Wenn ihr mögt, könnt ihr die Pasta noch mit rosa Pfefferbeeren aufhübschen.
Viel Spaß beim Kochen und ein schönes sonniges Sommerwochenende!


Iced Coffee mit Cold Brew

Die letzten Tage waren unglaublich heiß und ich bin ehrlich gesagt gerade ganz froh, dass es heute etwas kühler ist. Aber die kommenden Tage heizt der Sommer wieder ein und dann heißt es wieder: Abkühlung pur!!
Damit ihr bei den hohen Temperaturen einen kühlen Kopf bewahrt, habe ich für euch das ideale Getränk. Kaffeeliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten, denn es gibt einen Iced Coffee mit Cold Brew. What??? (Werden sich einige von euch denken…)

Iced Coffee mit Cold Brew

Fangen wir von vorn an:
Ende Juni war ich in München auf dem Foodblogday und es war grandios! Ich habe an verschiedenen Workshops teilgenommen, u.a. an einem tollen Foodstyling-Workshop bei Denise vom Blog Foodlovin und bei einem Workshop in der Dallmayr Academy. Bei Dallmayr haben wir unglaublich viel über Kaffee gelernt. Und wir haben ein und dieselbe Kaffeebohne auf fünf verschiedene Varianten zubereitet. Ich fand es sehr faszinierend, wie unterschiedlich die verschiedenen Ergebnisse dann waren…
Und natürlich haben wir auch den neuesten Trend „Cold Brew“ getestet. Das ist kalt aufgebrühter Kaffee. Igitt, werden sicher einige damit assoziieren – so auch ich – aber ich wurde eines Besseren belehrt. Es schmeckt einfach superlecker! Und dafür nehme ich auch die außergewöhnlich lange Zubereitungszeit (die sich aber fast von alleine erledigt) in Kauf. Der Cold Brew benötigt nämlich ganze 17-24 Stunden, bis man ihn genießen kann. Ja! Ihr habt richtig gelesen: fast einen ganzen Tag lang!
Aber es lohnt sich absolut!

Gerade für die heißen Sommertage ist diese Variante perfekt, denn man kann den Cold Brew in großen Mengen herstellen und im Kühlschrank lagern. Dann hat man immer Vorrat für Iced Coffee.
Das Besondere am Cold Brew ist, dass er mit kaltem bzw. handwarmem Wasser aufgegossen wird. Dadurch lösen sich keine Bitterstoffe und die Geschmacksnuancen des Kaffees kommen wunderbar zur Geltung. Durch die Cold Brew Methode entsteht eine Art Kaffeeextrakt. Diesen kann man dann nach Belieben (wenn es einem zu stark ist) mit Wasser im Mischungsverhältnis 1:2 (Cold Brew : Wasser) verdünnen. Für die Zubereitung von Cold Brew empfehlen sich etwas fruchtigere und sortenreine Kaffees. Am besten mahlt ihr euren Kaffee natürlich selbst und ganz frisch. Mit bereits gemahlenem Kaffee funktioniert es aber genauso gut.
Für den Iced Coffee braucht ihr dann nur noch Eiswürfel, kalte Milch, nach Belieben etwas Zucker oder einige der Zutaten, die ich unten für die verschiedenen Iced Coffee-Varianten aufgelistet habe. Und dann kann der Iced Coffee-Abkühlungs-Spaß auch schon los gehen!

Iced Coffee mit Cold Brew

Iced Coffee mit Cold Brew

So und nun zur Cold Brew Methode:
Ihr benötigt eine große Glaskanne, einen Löffel zum Umrühren und einen Filter durch den ihr den Kaffee nach der Ziehzeit filtrieren könnt. Alternativ könnt ihr das Ganze auch in einer großen French Press Kanne zubereiten.

Zubereitung in der Glaskanne
Für 1 l Cold Brew
200 g frisch gemahlenen Kaffee (grob)
1 l handwarmes bzw. kaltes Wasser

Das Kaffeemehl in die Karaffe geben, langsam mit dem Wasser aufgießen und einmal vorsichtig umrühren. Die Kanne mit Frischhaltefolie abdecken und für ca. 17-24 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Anschließend den Kaffee durch einen Filter filtrieren (wie bei der Heißwassermethode). Das kann etwas länger dauern, je nach Mahlgrad des Kaffees. Den fertigen Cold Brew in eine Glasflasche füllen und verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.

Zubereitung in der French Press Kanne
Für 1 l Cold Brew
200 g frisch gemahlenen Kaffee (grob)
1 l handwarmes bzw. kaltes Wasser

Das Kaffeemehl in die French Press Kanne geben, langsam mit dem Wasser aufgießen und einmal vorsichtig umrühren. Den Deckel auf die Kanne aufsetzen und den Stempel ganz leicht andrücken, so dass das gesamte Kaffeemehl unter Wasser ist. Den Kaffee ca. 17-24 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Anschließend den Stempel langsam nach unten drücken. Den Cold Brew über einen Filter (Handfilter) oder ein feines Sieb in eine Glasflasche füllen und verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.

Übrigens könnt ihr den Cold Brew auch mit Espressobohnen zubereiten. Dann wirds besonders kräftig und aromatisch. Zum pur genießen etwas zu stark (je nach Geschmack), aber für den Iced Coffee ideal. 

Iced Coffee Classic
für 1 großes Glas
Zutaten
  1. 200 ml Cold Brew (fertig zubereitet)
  2. 50-100 ml kalte Milch
  3. einige Eiswürfel
  4. Zucker (nach Belieben)
Zubereitung
  1. Die Eiswürfel in ein großes Glas geben, Cold Brew hineingießen und Milch dazugeben. Den Iced Coffee umrühren und nach Belieben mit etwas Zucker süßen.
  2. Noch ein hübsches Strohhalm hineinstecken und voilà, fertig ist der Iced Coffee.
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Wenn ihr euren Iced Coffee verfeinern möchtet, dann habe ich einige Ideen für euch.
Pimp my Iced Coffee:

Cocoa Iced Coffee
200 ml Cold Brew, 50-100 ml Milch, einige Eiswürfel, 2 TL Kakaopulver, 2 TL Schokostreusel

Vanilla Iced Coffee
200 ml Cold Brew, 50-100 ml Milch, einige Eiswürfel, 1 TL Vanillesirup

Hazelnut Iced Coffee
200 ml Cold Brew, 50-100 ml Milch, einige Eiswürfel, 1 TL Haselnusssirup

Coconut Iced Coffee
200 ml Cold Brew, 50-100 ml Kokosmilch, einige Eiswürfel
oder
200 ml Cold brew, 50-100 ml Milch, einige Eiswürfel, 1 TL Kokossirup

Double Iced Coffee
200 ml Cold Brew, 50-100 ml Milch, einige Eiswürfel, 2 Kugeln Lieblingseis (z.B. Vanille oder Schokolade)

Orange-Coconut Iced Coffee (getrunken bei Dallmayr)
200 ml Cold Brew, einige Eiswürfel, 1-2 TL Orangen-Karamell (*), 50-100 ml Kokosmilch
(*) Zucker in einem kleinen Topf karamellisieren lassen, mit Orangensaft ablöschen und abkühlen lassen.

Ach ja, ihr könnt euren Iced Coffee natürlich auch noch mit einem ordentlichen Klacks Schlagsahne toppen! Ich hoffe mit meiner Iced Coffee-Sammlung habe ich euch einige Ideen für die kommenden heißen Tage gegeben.
Wie trinkt ihr euren Iced Coffee am liebsten?